Cloudwissen

Wie grün ist die Wolke

Cloud und Nachhaltigkeit

Wenn Unternehmen nur die Ressourcen beziehen, die sie tatsächlich benötigen, reduzieren sie nicht nur ihre IT-Kosten, sondern sie verbrauchen auch weniger Strom. Das funktioniert besonders gut mit der Cloud.


Kann IT aus der Wolke nachhaltig sein? Ja, denn wenn Unternehmen immer nur die benötigten Ressourcen beziehen, reduzieren sie ihre IT-Kosten und verbrauchen weniger Strom. Beispiel Weihnachtsgeschäft in einer Buch-handlung: Kurz vor Weihnachten ist die Nachfrage groß. Es gehen mehr Bücher über die Ladentheke und der Online-Shop ist stärker ausgelastet. Um das zu bewältigen, muss die Buchhandlung nicht das gesamte Jahr eine große Serverlandschaft betreiben, sondern mietet die Ressourcen nur dann wenn sie gebraucht werden von einem IT-Dienstleister. Weil sich mehrere Kunden die Rechenpower der Dienstleister teilen, werden insgesamt weniger Server benötigt – eine bessere Auslastung macht’s möglich.

Vorteile der grünen Wolke

Virtualisierung heißt das Stichwort aus der Fachsprache. Die Studie „SMART 2020 Addendum Deutschland“ rechnet vor, dass sich damit die Auslastung der Ressourcen von heute 20 Prozent auf etwa 75 Prozent erhöhen kann. So ließen sich 2,3 Millionen Tonnen CO2 bis 2015 und weitere 1,9 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 einsparen. Weitere Verbesserungen können optimierte Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik in den Rechenzentren bringen – daran forscht die Telekom derzeit zum Beispiel gemeinsam mit Intel. Darüber hinaus investieren IT-Dienstleister in Klimaschutzprojekte und kaufen Emissions¬minderungszertifikate. So lassen sich Plattformen klimaneutral betreiben.

Stromkosten runter: Arbeitsplatz aus der Cloud

Laut einer Studie des Borderstep Institut zusammen mit dem Bundes-ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), dem Umweltbundesamt und dem ITK-Branchenverband BITKOM wächst der Bestand an Arbeitsplatzcomputern in Deutschland bis 2020 von heute 26,5 Millionen auf rund 37,5 Millionen Geräte. Das lässt den Energieverbrauch kräftig in die Höhe schießen. Laut Studie verbraucht ein durchschnittlicher Computerarbeitsplatz rund 576 Kilowattstunden (kWh) Strom innerhalb von drei Jahren. Im Vergleich dazu liegt der Verbrauch eines virtualisierten Rechners, im selben Zeitraum bei lediglich 271 kWh. Gute Gründe für die Cloud.

 

Bildquelle: © istockphoto/fotofrankyat


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