Cloudwissen

Jede Wolke ist anders

Cloud-Ausstattung

Um Cloud-Services zu nutzen, brauchen Unternehmen nur zwei Dinge: einen Internetanschluss und ein onlinefähiges Laptop, PC, Tablet oder Smartphone – für den Rest sorgt der Cloud-Dienstleister. Dennoch gilt es, einiges zu beachten.


Cloud ist, wenn Software, Rechenkapazität oder Daten aus dem Internet kommen. Wie groß diese Leistung aus der Wolke ist, spielt für die Anschaffung des Rechners zunächst einmal keine Rolle – im extremsten Fall zieht der User alles aus dem Netz und benötigt dann nichts weiter außer einem „nackten“ Endgerät. Dieses braucht eine einzige Fähigkeit: Es muss online gehen können. Dann kann es auch in die Wolke surfen und sich dort alles holen, was der Job momentan erfordert: E-Mail-Programm, Dokumente, Präsentationen, Rechenkapazität, Kundensoftware.

Der Weg ins Internet ist wichtig

Gedanken sollte man sich über den Weg ins Netz machen. Denn je nach Nutzung der Cloud ändert sich die Anforderung an die Internetanbindung. Generell gilt: Wer nur SaaS-Produkte wie Programme für E-Mail, Textverar-beitung oder Tabellenkalkulation aus der Cloud bezieht, kommt auch mit niedrigen Bandbreiten aus – ein einfacher DSL-Anschluss genügt meist.

Denn bei diesen einfachen Anwendungen wird nicht der gesamte Vorgang beziehungsweise das gesamte Dokument übertragen, sondern immer nur genau die Informationen, die der Nutzer aktuell benötigt. Der Verkehr in die Online-Welt und wieder zurück bleibt also überschaubar. Daher sind diese Dienste auch nicht anfällig gegenüber kleinen Ruckeleien im Internet wie etwa Latenzzeiten – das sind Verzögerungen bei der Datenübertragung. Auch kleine Signalschwankungen stecken solche einfache Anwendungen locker weg.

Auf die ständige Verfügbarkeit achten

Anders bei datenintensiven virtuellen Anwendungen wie Videokonferenz-lösungen. Hier können Verzögerungen und Signalschwankungen bei der Übertragung dazu führen, dass Bild und Ton ruckeln oder für Sekunden sogar ganz stocken. Eine starke Leitung mit einer hohen Datenrate empfiehlt sich daher für Firmen, die verstärkt auf Videokonferenzen setzen.

Auch der stark schwankende Bedarf der User an Bandbreite setzt manchen Anschlüssen zu. Zum Beispiel wenn die Nutzer tagsüber mehr Rechenleistung oder Speicherkapazitäten benötigen als abends oder nachts – dann kommt es zu teils erheblichen Schwankungen im Datenverkehr. Hier steuern zwar die Anbieter gegen, indem sie die Lasten im Netz intelligent verteilen und managen. So ist sichergestellt, dass jeder Nutzer seine vertraglich zugesicherte Leistung erhält. Dennoch sollten insbesondere Unternehmen, die geschäfts¬kritische Anwendungen aus der Cloud beziehen, unbedingt auf eine gesicherte Verfügbarkeit achten.

Die Cloud muss immer verfügbar sein

Die Service Level Agreements regeln unter anderem die Verfügbarkeit der virtuellen Plattformen. Auch eine Vereinbarung über die Priorisierung der Datenströme über einen sogenannten Quality of Service (QoS) ist sinnvoll – zum Beispiel wenn Unternehmen über das Internet telefonieren.

Daten verschlüsselt transportieren

Auch beim Transport der Daten müssen Firmen einige Dinge beachten. Wichtig ist, dass die Daten bei der Übertragung besonders gut geschützt sind – etwa durch ein virtuelles privates Netzwerk (VPN). Dabei werden die Firmendaten zwar via Internet übertragen, sie sind jedoch durch eine sichere Verschlüsse¬lungen geschützt. Die Übertragungsmethode gleicht einem Sicherheitstrans¬porter, der zwar das öffentliche Straßennetz nutzt, dabei jedoch, dank eines privaten Tunnels, zwischen Start- und Zielort vor Angriffen geschützt ist.

Cloud muss zur IT passen

Bevor Unternehmen Cloud-Services nutzen können, gilt es, die neuen virtuellen Services möglichst nahtlos in die bestehende IT einzufügen. Dabei gelingt die Integration einer Software-as-a-Service-Anwendung schneller als zum Beispiel die Umstellung von physischen auf virtuelle Arbeitsplätze.

Für größere mittelständische Firmen gilt außerdem: Die geplanten Cloud-Services müssen mit ihrer IT-Strategie harmonieren. In der Regel sind hier nämlich schon eine ganze Reihe von IT-Systemen und Software im Einsatz. Viele Firmen holen sich übrigens professionelle Unterstützung bei der Einfüh¬rung von Cloud-Services. Das hat eine Studie von IDC ergeben. Danach lassen sich zum Beispiel 43 Prozent der Unternehmen, die ihre Daten in die Public Cloud auslagern, beraten und 41 Prozent entscheiden sich für Hilfe bei der Implementierung der neuen Dienste.

 

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