News Kurs

ANZEIGE

Datenqualitätsregeln erhöhen die Reinheit

Von: Eric Ecker

Viele Mittelständler agieren zunehmend weltweit, was neben Umsatz aber auch eine Vielzahl rechtlicher Konsequenzen mit sich bringt. Neue Compliance-Richtlinien greifen, wodurch Angaben und Daten, die bis dato eher sekundär waren, plötzlich höchst relevant sind. Gerade bei den entsprechenden Datenbeständen heißt es daher, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die hinzugekommenen Anforderungen zu erfüllen.

Falsche Daten haben für die Unternehmen oftmals rechtliche Konsequenzen. Daher müssen sie für jede Kontrolle, egal ob sie auf Basel-II-Kriterien, den Sarbanes-Oxley-Regeln oder anderen Regularien basiert, gerüstet sein. Diese gesetzlichen Anforderungen sind oftmals eine große Belastung für Mittelständler. Doch wenn Unternehmen die Einhaltung dieser Regularien sicherstellen wollen, müssen sie entsprechende Data-Governance-Initiativen in die Wege leiten.

Ein sich oft wiederholendes Problem aus der Praxis bei Mittelständlern besteht darin, dass unterschiedliche Bereiche eines Unternehmens für die Qualität der eigenen Daten verantwortlich sind und jede Einheit dann mit der zentralen IT-Abteilung des Unternehmens kooperiert. Gemeinsam definierte Datenqualitätsregeln wurden dann oftmals von der IT für jede Anwendung oder Datenquelle umgesetzt. Doch im Rahmen dieses Prozesses nehmen Änderungen im Implementierungsprozess oftmals Wochen oder gar Monate in Anspruch, wobei die Finanzabteilung dann in vielen Fällen keinen Einfluss auf diesen Prozess hat. Gefragt ist also eine Lösung, die nach einer kurzen Implementierungszeit zuverlässige Daten liefert und gleichzeitig alle bei der Kontrolle der Datenqualität relevanten Mitarbeiter und Abteilungen von vornherein beteiligt. Doch am wichtigsten für diesen Prozess ist die zugrundeliegende Methodik.

Grundlage für Datenqualität ist die richtige Methodik

Aus der unternehmerischen Erfahrung heraus entwickelte das Softwarehaus Data Flux eine Methodik für Datenqualität und Data Governance, die gerade mittelständischen Unternehmen von rechtlich kritischen Fahrwassern fernzuhalten. Die Methodik besteht aus fünf Komponenten: das Datenprofiling, die Datenqualität, die Datenintegration, die Datenanreicherung und zuletzt die Datenkontrolle.

Ziel des Datenprofiling ist es, ein genaues Bild vom aktuellen Zustand der Daten zu ermitteln. Es wird geprüft, ob die Strukturierung der Daten den vorgesehenen Strukturen im Unternehmen entspricht und ob die vorhandenen Daten zu den korrespondierenden Metadaten passen. Dann wird geprüft, ob die Datenwerte vollständig, genau und eindeutig sind und ob sie entsprechend der geltenden Regeln standardisiert sind. Und auch die Datenbeziehungen werden unter die Lupe genommen. Dabei wird untersucht, ob die Daten in allen Datensätzen die erforderliche Zuordnung der spezifizierten Schlüsselbeziehungen aufweisen. Bestehen abgeleitete Relationen über Tabellen und Datenbanken hinweg? Gibt es redundante Daten?

Mittels Datenprofiling erhalten die Anwender analytische Informationen über die Stärken und Schwächen ihrer Unternehmensdaten. Daraus lassen sich die weiteren Maßnahmen für eine Verbesserung der Datenqualität ableiten. Die gewonnenen Informationen bilden dann den Ausgangspunkt für den zweiten Teil der Methodik, die Verbesserung der Datenqualität. In diesem Schritt beginnt schon der Aufbau der Qualitätsdaten. Es werden hauptsächlich Fehler korrigiert, Informationen standardisiert und Daten unternehmensweit validiert.

Ein gültiges Datenmuster

Dabei empfehlen sich insbesondere die folgenden häufig angewandten Vorgehensweisen: Zunächst werden bei der Datenstandardisierung vielfältige Permutationen von Daten herausgefiltert und korrigiert. Zum Beispiel kann „Charlton Corporation“ in derselben Datenquelle als „Charlton GmbH“ und „Charlton“ auftauchen. Im nächsten Schritt geht es um die Musterstandardisierung. Dabei wird ein für alle Tabellen gültiges Datenmuster erstellt.


1 2 nächste >

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

Brennpunkt

IT-Themen im Fokus

Aktuelle Ausgabe > Juli-August 2010

Highlights der aktuellen Ausgabe von IT-MITTELSTAND ...


ERP-Projekt mit Profil

Beim Reifenhändler Pneuhage bremste eine in die Jahre gekommene Warenwirtschaft die...


ERP-Systeme: Zeit vielfach abgelaufen?!

Parkuhr

Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) ist ein langlebiges Wirtschaftsgut. Ziemlich viele...


Fernsehreife Kommunikationslösung

Bildquelle: TV Mittelrhein

Der lokale Fernsehsender TV Mittelrhein setzt eine auf Voice over IP basierende Telefonanlage ein,...


DMS Expo zieht nach Stuttgart um

Bildquelle: © Messe Stuttgart / Roland Halbe



Bergisch Gladbach, 14. Juli 2010 – Die Koelnmesse und die Messe Stuttgart legen die IT-Fachmessen...


Mangelndes Verständnis führt in die Klemme

Auch wenn die jüngsten Zahlen der Bundesbank hinsichtlich der Vergabe von Krediten nach Aussage des...


Die Fäden nicht aus der Hand geben

Der Betrieb eines Rechenzentrums gestaltet sich recht teuer, vor allem wenn man in Sachen...


Neuer Antrieb für die Kommunikation

Angefangen hat alles 1949. Walter Wittenstein und Bruno Dähn nannten ihre Firma wie die kleine...


Noch keine Massenbewegung

Cloud Computing fand hierzulande bisher nur wenige Freunde. „Deutschland weitgehend wolkenlos“...


Alle Zahlen auf einen Blick

Die Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH nutzt intelligente

Finanzbuchhaltungssoftware nicht nur, um...


Immer auf der Höhe der Zeit

„Auch wenn wir einen Drucksaal im Hause haben, sind wir keine Druckerei“, betont Wolfgang Rolla du...


Direkte Ansprache

Performanz und eine kurzfristige Skalier- barkeit gehören bei Onlinemarktplätzen, Webshops oder...


Am Rande der Legalität

In vielen Unternehmen besteht ein gehöriges Maß an Rechts- unsicherheit, wenn es um das Thema...


Kristallkugeln und Wundertüten

Damit die Überraschung in Sachen IT-Projektmanagement nicht zu groß wird, gibt es...


Bärenabsatz prognostiziert

Teddy

Kurzinterview mit Wolfgang Schmid, Leiter der Absatzplanung bei der Margarete Steiff GmbH