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Wenn bloggen, dann richtig!

Von: Conrad Bennett

Während sich Blogging zu einer verbreiteten Kommunikationsart unter regen Internetnutzern entwickelt, wird es hingegen für Geschäftszwecke nur selten benutzt.

Conrad Bennett

Der Autor, Conrad Bennett, ist Technical Services

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Webanalysespezialisten WebTrends. Die Erhebung aus dem Jahr 2007 zeigt, dass nur 5 Prozent der befragten Unternehmen Blogs regelmäßig als Marketingwerkzeug einsetzen, 78 Prozent hatten von der Möglichkeit des Bloggings sogar noch nie Gebrauch gemacht. Dabei kann Blogging im Geschäftsleben von kleineren und mittleren Unternehmen mehr sein, als nur ein nettes Extra. Beispielsweise sind Unternehmensblogs zu einem effektiven Kommunikationsinstrument geworden und so achten immer mehr Unternehmen tatsächlich darauf, was die knapp 100 Millionen Blogger weltweit denn so über sie zu sagen haben.

Ein Beispiel ist der Unternehmensblog des Tiefkühlkost-Herstellers Frosta. Er vermittelt dem Leser hilfreiche Informationen zu den Produkten wie Inhaltsstoffe, Nährwerte oder die Zubereitung. Ein Beispiel aus einem aktuellen Eintrag: Die Diskussion, ob „Kebap“ nun mit „p“ oder „b“ am Ende geschrieben wird, ist verbunden mit dem Link zur Kebap-Pfanne von Frosta. So kann ein Blog Produktinformationen vermitteln, ohne unpersönlich oder zu „verkaufslastig” zu werden.

Zwei Arten von Blogs


Generell gilt: Wenn bloggen, dann richtig! Das Geheimnis liegt darin, mit Blogs Interesse beim Internetnutzer für das Unternehmen, seine Produkte und Dienstleistungen zu wecken und ihn einzubinden. Hierfür müssen sie möglichst interessant, für den Leser von Nutzen und vor allen Dingen regelmäßig sein. Im Großen und Ganzen lassen sich Unternehmensblogs in zwei Arten unterteilen:
Interne Beiträge: Hierbei handelt es sich um Blogs, deren Inhalte von Mitarbeitern des Unternehmens ins Internet gestellt werden. Dieser Blog-Typ versteht sich als Werkzeug zur Kommunikation mit der Außenwelt und stellt eine kontrollierte Umgebung dar, die die Möglichkeit zur engeren und/oder weniger formellen Beziehung zu bestehenden und potentiellen Kunden bietet. Der Vorteil dabei, Kenner die Inhalte schreiben zu lassen, ist die einfache redaktionelle Kontrolle: Man entscheidet selbst über die Themen, Häufigkeit und Länge der Beiträge. Der Nachteil ist das Risiko, dass man oft zu formell oder „gestelzt“ klingt.

Externe Beiträge: In diesem Fall wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kunden über das Unternehmen, dessen Produkte, etc. austauschen können. Diese Art von Kundenblog bietet kostenlose Inhalte, Öffentlichkeit und eine wirkliche Plattform für die Markendiskussion. Unternehmen erhalten zudem schnelle Rückmeldungen direkt vom Kunden. Der Nachteil besteht in der Zeit und dem Aufwand für die Verfolgung und Regelung des Blogs.

Behandelt man Blogging als eine Werbeform, muss man sich weiterhin die Frage stellen, zu welcher Handlung die adressierte Zielgruppe ermutigt werden soll. Soll der Leser dazu bewegt werden, die Unternehmens-Website zu besuchen, sich eine Produkt-Microsite anzuschauen oder online eine positive Produktbewertung zu lesen? Oder soll einfach das allgemeine Markenbewusstsein gesteigert werden? Entscheidend ist es aber, dass man sich bereits bei der Planung bewusst macht, welche Kriterien letztendlich ausschlaggebend für den Erfolg sind und wie diese gemessen werden.  


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