ITM: In welchen Geschäftsbereichen lohnt sich der Einsatz mobiler Lösungen?
Christoph Frings: Durch den starken Preisverfall der mobilen Internetzugänge durch T-Mobile, Vodafone und anderen lohnt sich ein VPN-Zugang ins Unternehmensnetzwerk für alle mobilen Nutzer wie etwa im Außendienst.
Weiterhin führt der Einsatz von Blackberrys, selbst bei reiner W-LAN Anbindung der Geräte, durch die deutlich verbesserten Reaktionszeiten zu einem gewissen Wettbewerbsvorteil.
ITM: Inwiefern können mobile Lösungen in diesen Bereichen von Nutzen sein?
Frings: Sie gewähren einen kompletten Remote-Zugriff auf die gesamten Netzwerkressourcen, also Anwendungen, E-Mails, Kontakten, Aufgaben, Termine – bis hin zur Gebäudesteuerung und dergleichen.
ITM: Fordert der Markt den Einsatz mobiler Lösungen, damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben?
Frings: Durch die schnelleren Reaktionszeiten in Bezug auf die Erreichbarkeit, aber auch auf die energieeffiziente Gebäudesteuerung ist ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil gegeben.
ITM: Welche Arten von mobilen Lösungen werden im Mittelstand bereits eingesetzt?
Frings: In meinem Geschäftsfeld setzen die Anwender zum Beispiel Blackberrys ein und nutzen VPN-Zugriffe über Laptops. Außerdem werden Heimarbeitsplätze ans Unternehmensnetzwerk angebunden. Dabei können die externen Arbeitsplätze über VoIP-Anbindung als voll integrierte Apparate der Telefonanlage genutzt werden.
ITM: Was hat sich dadurch verbessert?
Frings: Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter über E-Mail und (Mobil-)Telefon hat sich verbessert und Prozesse laufen einfacher und schneller ab. Aber auch die Möglichkeiten der „mobilen“ Gebäudesteuerung sorgen für eine Kostenersparnis.
ITM: In welchen Unternehmensbereichen liegt der größte Bedarf, in welchen besteht die größte Nachfrage nach mobilen Lösungen?
Frings: Nachrage und Bedarf liegen in erster Linie bei der Anbindung von Mitarbeitern im Außendienst, etwa im Vertrieb oder Service, an das Unternehmensnetzwerk wie auch die Anbindung von Heimarbeitsplätzen.
Jedoch bemerken wir auch eine steigende Nachfrage der Videoalarmüberwachung von Gebäuden.
ITM: Welche Fragen stellen Ihnen die Anwender, wenn sie über die Einführung einer mobilen Lösung nachdenken?
Frings: Hauptsächlich bestehen Ängste hinsichtlich der Sicherheit der Systeme, der Ausfallsicherheit und den Kosten.
ITM: Wo entstehen erfahrungsgemäß die größten Probleme für Unternehmen, die mobile Lösungen einführen?
Frings: Leider wird nie oder wenigstens nur sehr selten über ein übergreifendes Konzept nachgedacht. Entweder wird nur der mobile Zugriff auf E-Mails oder die reine telefonische Erreichbarkeit angestrebt. Bei der Planung sollte schon zu Beginn auf eine Integration von Telefonanlage und Blackberryserver oder ähnlichem geachtet werden. Darüber lässt sich dann auch jederzeit eine Gebäudesteuerung und Alarmanlage realisieren.
ITM: Wie groß muss das hauseigene IT-Expertenwissen der Anwenderunternehmen sein, um mobile Lösungen zentral verwalten, verwenden und warten zu können?
Frings: Für die Planung sollte definitiv ein Experte im Bereich „Kommunikationstechnik“ zu Rate gezogen werden. Ist die Lösung einmal umgesetzt, kann die Administration in der Regel von der hauseigenen IT vorgenommen werden.
ITM: Wie groß muss die IT-Qualifikation der Mitarbeiter sein, damit sie mobile Lösungen verwenden können?
Frings: Mittlerweile muss vom Anwender kein IT-Wissen vorausgesetzt werden. Sämtliche Tools haben eine leicht verständliche Bedienung. Allerdings ist bei der Auswahl der Geräte Fachwissen im Kommunikationsbereich notwendig, um den richtigen Tarif auszuwählen und die entsprechende Einwahlprozedur in die Clients zu integrieren.
Herr Frings, vielen Dank für das Gespräch.