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Eine leistbare IT öffnet innovative Türen

Von: Hadi Stiel

Besonders mittelständische Unternehmen haben einen hohen IT-Modernisierungsbedarf, nachdem sie in den letzten Jahren nur verhalten in IT investierten. Doch wie die anstehenden Trends wie Voice over IP (VoIP) oder Prozessoptimierung mitgehen, ohne das Firmenbudget zu stark zu belasten?

Ulrich Kemp, bei T-Systems verantwortlich für das Geschäft mit mittelständischen Unternehmen und Großkunden, ist überzeugt, dass IT-Leasing – sofern richtig ausgelegt– „dem Mittelstand über eine leistbare IT innovative Türen öffnet“.

ITM: Herr Kemp, wo sehen Sie die generellen Vorteile des IT-Leasing gegenüber dem Kauf?

Kemp: Davon gibt es viele. Über Leasing werden die Anschaffungskosten über einen längeren Zeitraum – in der Regel drei bis fünf Jahre - verteilt. Das schont das laufende Budget und macht finanzielle Mittel für weitere technische Innovationen frei. In der Buchhaltung kann vereinfachend mit fixen monatlichen Raten gerechnet werden, die zudem fortlaufend als Betriebsausgaben absetzbar sind. Besser kalkulieren kann das Unternehmen mit IT-Leasing im Sinne von „pay as you earn“ ohnehin. Es kann Monat für Monat die fixen Leasingraten und den über die neue IT erwirtschafteten Ertrag gegenüberstellen.

ITM: …und Basel II?
Kemp: Auch die Nachteile eines negativen Ratings durch die Hausbank nach Basel II und erhöhte Darlehenszinsen brauchen mittelständische Firmen mit IT-Leasing nicht zu fürchten. Weil keine Anschaffungskosten zur Bildung von Anlagevermögen anfallen, werden diese Kosten von der Bank auch nicht im Rahmen der Firmenbilanz geprüft und bewertet. Außerdem wird das Umlaufkapital durch Leasing nicht angetastet. Es kann somit weiterhin zur Unternehmensrendite beitragen. Nicht zuletzt reduziert IT-Leasing ohne Kaufschwelle das Risiko, dass notwendige Innovationen im Unternehmen buchstäblich verschlafen werden.

ITM: Gerade der IT-Markt ist innovationsgetrieben. Schnappt nicht wie beim IT-Kauf auch beim IT-Leasing schnell die Innovationsfalle zu?
Kemp: Das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Unsere Vertragspartner räumen unseren Kunden innerhalb der Laufzeit eine Austauschoption ein. Für das Unternehmen heißt das, es kann schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit die Hard- und Software austauschen, ohne dass sich dadurch die laufende Monatsrate erhöht. Zumindest für unsere Kunden bedeutet das: Sie können mit IT-Leasing jeden Innovationszyklus ohne Aufpreis mitgehen, sogar auf eine neue Systemgeneration umsteigen. Mit diesem Spielraum können die Unternehmen IT-gestützt ihre Organisation und Geschäftsabläufe gleich mit optimieren.
Vermittelt der IT-Anbieter über seine Vertragspartner zusätzlich die Möglichkeit des Innovations-Leasings, kann das Unternehmen die Höhe der Leasingraten zudem steuern: In der Einführungsphase mit geringem Ertrag fallen niedrigere Raten an, die sich mit steigendem Ertrag, also sobald sich der IT-Einsatz für das Unternehmen lohnt, erhöhen. Damit passt Innovations-Leasing auch gut ins Bild des Einkaufs und des Controllings.

ITM: Welche Alternativen hat das Unternehmen bei Ende der Vertragslaufzeit?
Kemp: Es gibt die Hard- und Software einfach ab und braucht sich, im Gegensatz zum IT-Kauf, um die Hardware-Entsorgung nicht zu kümmern. Das Unternehmen kann dann wiederum die neueste Technik einsetzen und einen Folgevertrag abschließen. Die Leasingraten bleiben oft unverändert. Will das Unternehmen die installierte Technik über das Ende der Vertragslaufzeit hinaus nutzen, ist auch eine Verlängerung des Vertrags möglich. Dritte Alternative: Es kauft die geleasten Systeme und Komponenten zu einer geringen Gebühr, die vom Restwert abhängig ist.

ITM: Worauf sollten nach Ihrer Einschätzung die mittelständischen Unternehmen bei der Auswahl des richtigen IT-Leasinganbieters achten?
Kemp: Leasingmodelle und Zinssätze können von Anbieter zu Anbieter deutlich variieren. Für Unternehmen, die sich für eine Leasingfinanzierung entschieden haben, ist es häufig nicht leicht, die Konditionen, die im Kleingedruckten stehen, zu vergleichen. So kann sich beispielsweise die Festlegung einer vor- oder nachschüssigen ebenso wie einer monatlichen oder quartalsweisen Zahlungsweise deutlich auf den effektiven Zinssatz auswirken.
Unabhängige und kompetente Beratung sowie einfache und schnelle Abläufe bringen Licht ins Vertragsdunkel. Hinter den IT-Leasingangeboten sollten zudem mehrere Banken stehen. Das fördert unter den Banken zum finanziellen Nutzen der Unternehmen den Wettbewerb. T-Systems hat vor diesem Hintergrund Rahmenverträge mit vier Leasinggebern geschlossen und ein Leasing-
Portal mit einem Vergleichsrechner entwickelt. Er ermittelt den für das Unternehmen jeweils günstigsten effektiven Zinssatz. 


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