Im Titelinterview:
Elmar Edwin Duffner (li.), Geschäftsführer der Poggenpohl Möbelwerke GmbH, und IT-Leiter Thomas Wostbrock
Open Source:
Vive la Liberté. Unabhängigkeit, Entscheidungsfreiheit, Offenheit – so wird für Linux als Alternativplattform. Oft sind es jedoch schlicht die Kosten, die Mittelständler zum Wechsel bewegen. Berechtigt?
Projektmanagement:
Die fünf Kardinalfehler: Viele IT-Projekte scheitern trotz guten Willens. Doch die Ursachen können behoben werden.
Unabhängigkeit, Entscheidungsfreiheit, Offenheit – mit diesem eher philosophischen Ansatz wurde bisher für Linux als Alternativplattform geworben. Meist sind es jedoch schlicht die Kosten, die Mittelständler zum Wechsel bewegen: Bis zu 30 Prozent der Betriebskosten lassen sich Experten zufolge mit dem quelloffenen Betriebssystem einsparen. Der Zeitpunkt ist günstig: Das Angebot vorgeschnürter Pakete wächst und an qualifiziertem Linux-Personal herrscht kein Mangel mehr.
Bei der Migration von herkömmlich lizenzierter Software auf Open Source-Software im eigenen Unternehmen stellen sich eine Reihe von Fragen. Neben technischen Aspekten und möglichen Kostenvorteilen spielt auch die Rechtssicherheit eine gewichtige Rolle. Das Verständnis des Open Source-Lizenzmodells ist dabei von erheblicher Bedeutung, sagt Dr. Till Jaeger, Partner in der Kanzlei JBB Rechtsanwälte in Berlin.
Open Source-Technologien, oft auf der Basis des Betriebssystems Linux, gewinnen im Mittelstand Bedeutung. Der Fokus liegt dabei auf dem Bereich Middleware, beispielsweise der Datenbank MySQL oder den Programmiersprachen Perl und PHP. Der Open Source-Webserver Apache ist mit zwei Dritteln Anteil am Weltmarkt sogar unumstrittener Marktführer. In Deutschland sind sogar fast 90 Prozent aller Webserver vom Typ Apache – nur knapp über 10 Prozent verbleiben für alle anderen Typen zusammen, z. B. Microsofts Internet Server oder Lotus Domino von IBM. IT-MITTELSTAND hat bei zwei Experten in Sachen Linux nachgefragt, welche Einsatzfelder sie empfehlen und wie sich potentielle Stolpersteine ausräumen lassen.
Die Frage, ob ERP-Einführungen zum Festpreis sinnvoll sind oder nicht, kocht immer wieder hoch. Die Argumente pro Festpreis liegen scheinbar auf der Hand: ein festgelegter Preis für eine festgelegte Leistung. Der Kunde weiß, was auf ihn zukommt. Und: Wer zahlt schon gerne mehr als nötig, fragt sich Uwe Kutschenreiter, Vorstand des ERP-Anbieters Oxaion.