11.01.2011
News, 01
Von: Katrin Zwingmann

Fit für die Zukunft

Da der Bedarf an einer stärkeren Internationalisierung ihrer Software immer größer wurde, entschied sich die Gießerei Silbitz Guss GmbH für die Migration von Varial Guide zur World Edition.


Bei der 1896 gegründeten Silbitz Guss GmbH handelt es sich um ein Unternehmen der Old Economy, genauer gesagt um eine Gießerei mit Sitz in Silbitz in Thüringen – ein Betrieb, so beständig wie der Stoff, um den es hier tagtäglich geht: Stahl. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Silbitz Guss GmbH Beträchtliches erlebt. Ende des Zweiten Weltkriegs ging die Firma in das Eigentum der damaligen UdSSR und acht Jahre später in das Volkseigentum der DDR über. Kurz nach der Wiedervereinigung wurde das Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft, die heutige Silbitz Guss GmbH, umgewandelt. Das Unternehmen steht seit seiner Gründung Modernisierungsmaßnahmen offen gegenüber und hat im Wandel der Zeiten seine Technik und Infrastruktur immer wieder auf den neuesten Stand gebracht – so auch im Bereich der EDV. „Der Gewinn eines modernen Betriebs wird auch in der Industrie am Schreibtisch erwirtschaftet. Wer da seine Zahlen nicht im Griff hat, kann den Kundenanforderungen nicht gerecht werden. Deshalb vertrauen wir bei Silbitz für den Finanzbereich seit fast einem Jahrzehnt auf die Software von Varial“, erläutert Dr. Wolfang Maruschky, Geschäftsführer der Gießerei, seine IT-Strategie. Wie wichtig im Hause der Bereich IT und Software bewertet wird, zeigt auch die Tatsache, dass das Unternehmen alle Tätigkeiten in diesem Umfeld in eine eigene GmbH outgesourct hat, wo das spezielle IT-Know-how für Gießereien gebündelt wird. Von den branchenspezifischen Erfahrungen dieses Tochterunternehmens, der Gisys Informatik GmbH, können mittlerweile alle Betriebe des Dihag-Gießerei-Verbunds profitieren.

Gutes Zusammenspiel

Die Kunden der Silbitz Guss GmbH kommen aus den Branchensegmenten Antriebstechnik, Werkzeugbau, Automotive, Maschinenbau, Anlagenbau und Energie- und Windtechnik und nehmen jährlich ca. 28.000 Tonnen Stahl und Eisen ab. Es handelt sich um einen Industriezweig, der seine Zulieferer auf Herz und Nieren prüft, und eine Vielzahl von technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Qualitätsmerkmalen voraussetzt. Aus diesem Grund hat die Gisys Informatik GmbH nach eigenen Angaben ihr Hauptaugenmerk auf die Weiterentwicklung des hauseigenen Enterprise-Resource-Planning-Systems (ERP) Guss Expert und die Verwaltung der Finanzdaten in der Varial-Software gelegt. Das Zusammenspiel könnte nicht besser sein: So werden die Finanzdaten aus der Materialwirtschaft und der Produktionsplanung direkt in Varial eingespeist. „Seit 2001 arbeiten wir bereits mit Varial. Zunächst hatten wir die Guide-Software im Einsatz. Bereits damals ließen sich die Geschäftsabwicklungen mit unseren internationalen Kunden in Europa, USA, Südostasien und Indien problemlos in der Software abbilden“, erklärt Diplom-Physiker Harald Seidemann von der Gisys Informatik GmbH, der gleichzeitig auch als DV-Leiter bei Silbitz agiert. Doch als 2005 weitere Tochtergesellschaften in der Slowakei zum Konzernverbund hinzu stießen, wurde der Bedarf an einer stärkeren Internationalisierung der Software immer größer. Die Firmenleitung benötigte konsolidierte Zahlen und wollte auch vom Hauptwerk in Deutschland aus Zugriff auf das Finanzwesen der slowakischen Tochtergesellschaft haben können. Zudem waren die Ansprüche an die Software-Funktionalität auch inhaltlich durch die Firmenerweiterung gewachsen. So entschied man sich, auf die neue Varial-Generation, die Varial World Edition, umzustellen.

Herausforderungen meistern


Mit der Umstellung beauftragte man die J.M. Software Solutions GmbH aus Brilon. Der Experte bekam bei Silbitz Guss die Chance, sein ganzes Können zu beweisen. Denn da bei dem Werk in der Slowakei zudem ein Wechsel auf die Euro-Währung anstand, entschloss man sich, gleich bei der neuen slowakischen Tochtergesellschaft, der Eurocast Ko_ice s.r.o., mit der Einführung der World Edition zu beginnen. Kein leichtes Unterfangen, denn es galt viele Herausforderungen zu meistern: Zum einen musste das slowakische System auf die Konsolidierung mit der deutschen Muttergesellschaft vorbereitet werden, zum anderen stand der Euro-Wechsel an. Last but not least musste die Software auf die slowakische Jurisdiktion und tschechische Sprachoberfläche eingestellt werden. Doch da die World Edition mehrere Auslandsjurisdiktionen beherrscht und in diversen Sprachversionen verfügbar ist, wurde auch diese Hürde überwunden, so dass insgesamt nur kleinere Anpassungen in der Bedienung notwendig waren. Verglichen mit dem komplexen Start im Werk in Ko_ice war die Implementierung im Stammsitz verhältnismäßig leicht zu bewerkstelligen. „Nach den komplexen Anforderungen in der Slowakei kam uns die Einführung der Standard-Version der World Edition in Silbitz wie ein Kinderspiel vor“, berichtet Seidemann. Im Standard wurden nur kleine Details für die unternehmensspezifischen Abläufe optimiert und die Daten von der alten Guide-Version migriert. „In Silbitz haben wir heute 14 User installiert, die in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung und Personalabrechnung arbeiten. Im weiteren Projektverlauf ist auch noch die Einführung des Varial-Personal-Managements geplant“, so Seidemann.

Erfolgreiche Migration


Auch im Verbund der Dihag-Gießereien ist man mit der Software zufrieden. „Die zwölf Gießereien, die seit der Jahrtausendwende Varial einsetzen, sind auch heute noch Kunden“, weiß Seidemann zu berichten. „Nach der erfolgreichen Migration von Guide zur World Edition bei der Silbitz Guss GmbH planen auch Mitgliedsunternehmen der Dihag den Umstieg auf die neue Software-Generation. Die Lösung überzeugt uns beispielsweise durch die Möglichkeit zum leichteren Datenaustausch aufgrund der relationalen Datenbanken. Die neue Software-Generation ist ein ausgereiftes und modernes System, das dank der Analysecodes durch bessere Auswertungsmöglichkeiten besticht. Das herausragendste Argument für unsere Geschäftsleitung ist jedoch die Tatsache, dass wir auf einem Rechner verschiedene Jurisdiktionen abbilden können. So kann unsere deutsche Geschäftsführung die Daten der Auslandsgesellschaften von Silbitz aus aufrufen und auswerten, ohne die slowakische Jurisdiktion zu verletzen – und das alles auf Deutsch.“ Auch der Geschäftsführer Dr. Maruschky zeigt sich zufrieden mit dem neuen System: „Die Kontenpläne für die einzelnen Töchter sind jetzt in einem System abbildbar und wir können das Wenige, was an Systembetreuung anfällt, über unsere IT-Tochter Gisys abwickeln und sparen so externe Kosten. Das früher mühsame Drill-Down von der Auswertung der Zahlen zurück zum einzelnen Beleg ist jetzt mit nur einem Klick möglich. Und dann gibt es noch einen weiteren Punkt, der für uns ganz entscheidend ist: Die Verwendung des gleichen Systems der Muttergesellschaft im Inland und bei den Töchtern im Ausland bietet uns mehr Sicherheit bei den Auswertungen – ein Aspekt, der für die Unternehmensführung entscheidend ist.“

Bildquelle: Silbitz Guss GmbH



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