Interkulturelle Kommunikation
Zwei Stufen zum Fettnäpfchen
Informationstechnologie ist global und IT-Experten müssen sich weltweit orientieren - sei es als Anbieter, sei es als Kunde. Doch das kann schon mal zu Missverständnissen führen.

Exotisch, aber missverständlich: fremde Kulturen
Es hätte so schön sein können: Der asiatische Markt wirkt aus deutscher Sicht beinahe unendlich und die japanische Industriemesse war unglaublich gut besucht. Doch kaum jemand kam auf den Stand, die Menschen drückten sich an der Firmenrepräsentanz vorbei.
Was ist passiert? Welchen Fehler hatte das deutsche Unternehmen gemacht? Steffen Henkel, Geschäftsführer der interkulturellen Beratungsagentur change.project kennt die Antwort, da er das deutsche Unternehmen - nach dem Messeflop - beraten hat. "Das Unternehmen baute einen erhöhten Stand mit Parkett und zwei Stufen, der wie ein eleganter Raum wirkte."
In Deutschland wirkt so etwas einladend. Aber in Japan zeigen Stufen: Hier beginnt ein gesonderter, privater Bereich. "Wer in Japan einen durch Stufen abgetrennten Raum betritt, zieht höflicherweise die Schuhe aus", beschriebt Henkel das Problem. "Auf einer Messe hat dazu aber verständlicherweise kaum jemand Lust."
Diese Anekdote zeigt deutlich: Internationale Zusammenarbeit ist nicht einfach. Wer nicht gut vorbereitet ist, kann schnell scheitern. Eine effektive Möglichkeit zur Vorbereitung ist ein Online-Training - zum Beispiel bei der crossculture academy, einem interkulturellen Online-Portal, das im April an den Start geht.
Neben vielerlei interkulturellen Informationen gibt es dort sofort umsetzbare Lösungen. Kurze und prägnante Lehrfilme informieren über länder- und themenspezifische Inhalte wie etwa "Präsentieren in Japan", "Meeting in Russland", "nonverbale Kommunikation in Indien" oder "internationale Teamentwicklung".
Ergänzt wird dieses Angebot durch Online-Coaching und eine Internet-Hotline, die Fragen schnell und kompetent beantwortet. Außerdem plant die Akademie regelmäßige Webinare zu Themen wie etwa "Verkaufen in China" oder "International Verhandeln". "Mit der crossculture academy bieten wir eine Plattform, die für alle Aspekte interkultureller Herausforderungen Unterstützung bietet - und zwar immer dann, wenn sie benötigt wird", erklärt Steffen Henkel.
Insgesamt arbeitet das Unternehmen mit rund 80 Länderspezialisten zusammen und deckt mehr als 120 Länder ab. Im Laufe des Jahres soll es auch mobile Apps geben, die den Zugriff auch von unterwegs erlauben. Erfolgreichen internationalen Geschäften und Kooperationen dürfte damit also nichts mehr im Wege stehen.
Bildquelle: Tsunei Miyuki/sxc.hu
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mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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