08.10.2012
Interview, Unified Communications

Nachgefragt bei Robert Dorsch, Ricoh

Steigendes Interesse

Interview mit Robert Dorsch, Business Development Unified Communications bei Ricoh Deutschland


„Eine Verschlüsselung ist bei Sprachtelefoniedaten schon lange Standard“, bemerkt Robert Dorsch, Business Development Unified Communications bei Ricoh Deutschland.

ITM: Herr Dorsch, wie gestaltet sich das derzeitige Interesse der mittelständischen Unternehmen an umfangreichen Unified-Communications-Projekten (UC)?
Robert Dorsch:
Gerade mittelständische Unternehmen sind sehr an modernen UC-Lösungen interessiert. Das Interesse wird noch weiter steigen.

ITM: Inwiefern macht sich der Mittelstand hierbei um Dinge wie Informationssicherheit, Datenschutz und Arbeitsrecht Gedanken – und lässt dies auch in die Anbieter- und Lösungsauswahl einfließen?
Dorsch:
Moderne UC-Lösungen bieten natürlich Funktionalitäten, die auch den Datenschutz und arbeitsrechtliche Aspekte berühren können. Daher sollten bei der Planung auch immer die relevanten Arbeitnehmervertretungen eingebunden werden. Im Bedarfsfall können dann bestimmte Funktionen von UC-Lösungen gesperrt oder eingeschränkt werden.

ITM: Wenn Großunternehmen UC-Projekte aufsetzen, werden i.d.R. die Betriebsräte und Datenschutzbeauftragten mit einbezogen. Wie gehen hier KMUs vor?
Dorsch:
Lösungsanbieter sollten auch Mittelstandskunden bereits im Vorfeld auf diese Aspekte hinweisen. Außerdem sollten bei der Planung von neuen UC-Lösungen immer die relevanten Arbeitnehmervertretungen eingebunden werden. UC-Lösungen bieten natürlich auch die Möglichkeit, bestimmte Funktionen zu sperren oder einzuschränken.

ITM: Das Thema „Sicherheit“ ist ein wichtiger Punkt in UC-Projekten. Wie kann grundsätzlich ein sicherer Informations- und Dokumentenaustausch beispielsweise beim E-Conferencing gewährleistet werden?
Dorsch:
Ein sicherer Informations- und Dokumentenaustausch kann u.a. durch entsprechende Verschlüsselungsmechanismen gewährleistet werden, die in den eingesetzten Plattformen und Applikationen bereits implementiert sind.

ITM: Das Thema „Präsenzmanagement“ ist besonders heikel, denn die Verfügbarkeitsdaten eines Mitarbeiters können aufgezeichnet und zu dessen Verhaltenskontrolle missbraucht werden. Wie schätzen Sie die Problematik ein?
Dorsch:
Hier müssen die relevanten Arbeitnehmervertretungen frühzeitig in ein Projekt eingebunden werden.

ITM: Welchen Stellenwert nimmt die Verschlüsselung von Sprachtelefoniedaten ein? Ist eine Verschlüsselung bereits Standard?
Dorsch:
Eine Verschlüsselung ist bei Sprachtelefoniedaten schon lange Standard.

ITM: Wie können sich die Anwender selbst vor einem Zugriff von außen auf die UC-Umgebung und somit den Missbrauch von Informationen und Daten schützen? Und wie lässt sich ein Angriff von außen möglichst schnell aufdecken?
Dorsch:
Hier kommt es besonders auf die Firewall des Unternehmens an.

ITM: Bei einer UC-Lösung sind sämtliche Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung integriert. Ein Ausfall wäre äußerst geschäftskritisch für den Anwender. Was sind mögliche Ursachen für einen Systemausfall und wer haftet bei einem solchen Vorfall für den entstandenen Schaden?
Dorsch:
Gateways in das öffentliche Netz stellen die Erreichbarkeit auch bei Ausfällen einer IP-basierten UC-Lösung sicher. Dies sollte schon bei dem Design der Lösung berücksichtigt und mit den Kunden besprochen werden.

ITM: Welche zukünftige Entwicklung wird es Ihrer Meinung nach im UC-Umfeld geben und welche Faktoren beeinflussen diese?
Dorsch:
Die Themen Web Collaboration und Video Conferencing werden zunehmend auch für mittelständische Unternehmen interessant und werden dementsprechend auch immer stärker nachgefragt. Gründe dafür sind der schnelle ROI und die große Zeitersparnis.


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