Kommentar von Marcus Krebs, Intermec
Sinnvoll investieren in Mobile Computing
Kommentar von Marcus Krebs, Geschäftsführer DACH bei Intermec, darüber, worauf man beim Kauf mobiler Handhelds achten sollte

Marcus Krebs ist Geschäftsführer DACH bei Intermec.
Aus der Transport- und Logistikbranche ist Mobile Computing nicht mehr wegzudenken. Doch wie finde ich das für mein Unternehmen passende Gerät? Wie wirkt sich die Robustheit von Geräten auf meine Kostenstruktur aus? Und worauf ist bei der Auswahl des richtigen Lösungsanbieters zu achten? Der effiziente Einsatz mobiler Handhelds wirft eine Menge Fragen auf, denen Entscheider vor dem Kauf eine angemessene Zeit widmen sollten.
Das Angebot an mobilen Geräten ist groß, dementsprechend schwer kann sich die Auswahl gestalten. Dabei sind die Anschaffungskosten nur ein Teilaspekt. Unabhängige Forschungsdaten belegen einen klaren Zusammenhang zwischen der Robustheit mobiler Computer und der Lebenszykluskosten oder Total Cost of Ownership (TCO). Der Anschaffungspreis, der bei einem robusten Gerät etwas höher liegt als bei einem herkömmlichen, hat in diesem Zusammenhang mit rund 30 Prozent eine relativ geringe Bedeutung. Die indirekten Kosten, die u.a. durch Ausfallzeiten entstehen, machen beinahe 50 Prozent der TCO aus. Eine eingehende Analyse der Einsatzbedingungen, die die erforderlichen Leistungsmerkmale oder Zertifizierungen festlegt, lohnt sich also.
Was bedeutet Robustheit eigentlich? Spezifikationen oder Zusicherungen der Hersteller bieten kaum eine Entscheidungshilfe. International anerkannte Zertifizierungen hingegen, die auf standardisierten, wiederholbaren Prüfverfahren basieren, sind für den Produktvergleich hilfreich – z.B. die IP-Schutzart (International Protection), eine Nomenklatur der International Electrotechnical Commission (IEC). Sie gibt Aufschluss über die Beständigkeit eines Geräts gegen Partikel und Feuchtigkeit. Die Angaben bestehen in der Regel aus den Buchstaben „IP“ gefolgt von zwei Ziffern, von denen sich die erste auf den Fremdkörper- und die zweite auf den Wasserschutz bezieht. Wird ein Gerät als MIL-STD 810G-konform bezeichnet, so steht fest, dass es nach der Norm 810G des Standardisierungssystems des US-Verteidigungsministeriums getestet und zertifiziert wurde. Dies bedeutet, dass es funktionsfähig bleibt, wenn es mit einer beliebigen Fläche, Kante oder Ecke auf eine harte, „unnachgiebige“ Oberfläche wie Stahl oder Beton aufprallt.
Ebenfalls kostenrelevant sind die Faktoren Software und Support – z.B. wie lange sind Ersatzteile und -geräte seitens des Anbieters verfügbar? Ebenfalls wichtig ist, eine effiziente Energieverwaltung des mobilen Gerätes. Funktionen, die den Akku auch bei intensiver Nutzung einen ganzen Arbeitstag im Einsatz halten, sind von Vorteil – ein kurzer Ladevorgang ist mit klaren betriebswirtschaftlichen Vorteilen verbunden. Ein leerer Akku kann für mobile Mitarbeiter gleichbedeutend mit einem verlorenen Arbeitstag sein, und Ersatzbatterien sind auf Dauer kostspielig. Auch das Management und die Steuerung der Geräte können sich zu einem kritischen Kostenfaktor entwickeln. Mobile-Device-Management-Software spart den IT-Verantwortlichen Zeit und erhöht dazu auch die Geräteverfügbarkeit. Bei Einsatzgebieten fern des Unternehmens sollte Remote-Management möglich sein. Damit ist es möglich, ein Problem zu beheben, ohne dass der Mitarbeiter in die Zentrale zurückkehren muss.
Unter den zahlreichen Faktoren, die sich auf die TCO mobiler Computer auswirken, sind Belastbarkeit und Verlässlichkeit zweifellos die wichtigsten. Die Lebensspanne eines Gerätes und seine Verfügbarkeit für das Unternehmen während dieser Zeit haben mit den größten Einfluss auf den Wertbetrag des Handhelds und den ROI. Forschungsdaten belegen, dass die Einsatzdauer eines Gerätes mit wachsender Robustheit steigt, während die TCO abnimmt. Somit amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis für robustere Modelle durch die längere Nutzbarkeit. Unabhängige Klassifizierungssysteme bringen zudem Klarheit und Objektivität in den Auswahlprozess und unterstützen bei der Entscheidung für den am besten geeigneten Mobilcomputer für die Anforderungen der Mitarbeiter und des Unternehmens mit der günstigsten TCO-Prognose.
Titelinterview
mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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