25.11.2011
Personalmanagement
Von: Claudia Conrads

Weiterentwicklung von Führungskräften

Runde Rückmeldung

360°-Feedbackbefragungen dienen zur Verbesserung der Führungsqualität in den Unternehmen. Neue Softwarelösungen sollen es auch Mittelständlern ermöglichen, solche Befragungen schnell und sicher durchzuführen.


Feedback-Befragungen: Wie nehmen unterschiedliche Zielgruppen Verhalten und Kompetenzen wahr?

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter, insbesondere der Führungskräfte, trägt langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei. Damit leitende Mitarbeiter besser werden können, benötigen sie konstruktives Feedback, das sie aufgrund ihrer hervorgehobenen Position aber nur selten erhalten. Als wichtiges Tool bei der Personalentwicklung von Führungskräften haben sich daher Feedbackbefragungen erwiesen. Dabei wird die Selbsteinschätzung der Führungskräfte mit der Rückmeldung ihrer Mitarbeiter, Vorgesetzen oder Kunden verglichen. Führungskräfte können sich so strukturiert mit ihrem arbeitsbezogenen Verhalten auseinandersetzen und darauf aufbauend an ihrer Führungsstärke arbeiten. Je nachdem, wie viele Fremdbewerter-Gruppen involviert sind, sind 180-, 270- oder 360-Grad-Feedbackbefragungen möglich. Im Vergleich zu manuellen Abläufen sind Online-Prozesse mit Softwareunterstützung schlanker und günstiger. Der administrative Aufwand reduziert sich, die Auswertezeit sinkt von Wochen auf wenige Minuten.

Mehrere Unternehmen bei ihren Führungskräfte-Feedbacks begleitet hat die Information Factory, darunter Fitness First, Immobilienscout24 oder Steria Mummert. Jetzt hat der Softwarehersteller mit HR Flower ein Tool entwickelt, mit dem mittelständische Unternehmen 360°-Online-Befragungen schnell selbst durchführen können sollen. Dabei werden standardisierte Prozesse mit flexiblen Funktionalitäten wie dem Einsatz eines firmenspezifischen Fragebogens kombiniert. Außerdem bietet die Software Möglichkeiten, steuernd in den laufenden Befragungsprozess einzugreifen. Die Auswertung und Ausgabe der Ergebnisse hingegen erfolgen automatisiert. Bereits kleinere Projekte mit wenigen Feedbacknehmern lassen sich so ohne Unterstützung eines externen Dienstleisters durchführen.

Vollständig IT-gestützter Befragungsprozess

Die Feedback-Software leitet den Projektverantwortlichen durch die IT-gestützten Schritte: angefangen von der Nominierung der Feedbackgeber und dem Versand der zugangsgeschützten Links zum Fragebogen über automatische Erinnerungs-Mails bis zur Auswertung. Damit aus einer Befragung brauchbare Erkenntnisse abgeleitet werden können, sollten sich die Fragen an den Werten und Zielen des Unternehmens orientieren und deshalb kein Standardfragebogen verwendet werden. Deshalb lässt sich ein firmenspezifischer Fragebogen in den Befragungsprozess integrieren. Exception-Handling-Funktionen ermöglichen es, auch in ungeplanten Situationen reaktionsfähig zu bleiben. Dazu gehören beispielsweise die Nachsendung von Passwörtern und Zugangs-Links im laufenden Befragungsprozess oder das Nachnominieren von Feedbackgebern. Dies ist dann nötig, wenn die Beteiligung an einer Befragung niedriger ausfällt als für die Einhaltung der Anonymitätsgrenzen notwendig. Solche Rückschlüsse verhindert die Software, erlaubt dem Projektleiter aber, weitere Teilnehmer hinzuzunehmen.

Nach Abschluss der Befragung gilt es, das Feedback zeitnah zu nutzen. Bisher machten Berichte einen der größten Zeit- und Kostenblöcke bei Befragungen aus. Dank der IT-Unterstützung sinkt die Auswertezeit auf wenige Minuten. Die Berichte stehen auf Knopfdruck, passwortgeschützt und im PDF-Format für jede Führungskraft zur Verfügung. Durch Analysetipps sind sie auch für Ungeübte leicht verständlich. Aus den Berichten können dann aktive Schritte für die Personalentwicklung abgeleitet werden. Feedbacks helfen somit, die Führungsqualität im Unternehmen zu verbessern und tragen langfristig zu einer Leistungsverbesserung des gesamten Unternehmens bei.



Feedbackbefragungen selbst durchführen:

  1. Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Kunden oder externe Partner – im Vorfeld muss geklärt werden, wer Rückmeldung geben soll.
  2. Bereits ab 15 Feedbacknehmern ist die Papierform für Befragungen ungeeignet – der Koordinationsaufwand ist zu hoch, das manuelle Übertragen der Werte fehleranfällig und zeitintensiv.
  3. Ein individueller Fragebogen spiegelt die speziellen Werte eines Unternehmens besser wider als ein Standardfragebogen.
  4. Konstruktives Feedback ist möglich, wenn der Datenschutz gewährleistet ist, Rückmeldungen anonym abgegeben werden können und Antworten nicht einzelnen Personen zuzuordnen sind.
  5. Exception Handling-Funktionalitäten helfen dabei selbstständig auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren und den Projekterfolg sicherzustellen.

 

Quelle: Information Factory
Bildquelle: iStockphoto.com/Neustockimages

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