Boll&Kirch produziert Filter mit Abas-ERP
Qualität aus Kerpen
Im Schiffs- und Motorenbau ist die Boll&Kirch Filterbau GmbH Branchenführer im Bereich Filtrationstechnologie. Seit 2002 unterstützt Steinhilber Schwehr mit Abas-ERP die Expansion. 160 Concurrent-User arbeiten seither mit der Software, die sich dynamisch an neue Anforderungen anpassen lässt und dabei upgrade-fähig bleibt.

Schloss Lörsfeld zu Kerpen
Seit dem „Go live“ des Systems hat sich viel getan: So konnten beispielsweise Durchlaufzeiten in der Produktion durch Umstellung von Werkbankmontage auf Kanbangestützte Fließfertigung um rund ein Drittel verkürzt werden, heißt es. Die Transparenz und Auskunftsfähigkeit sei genauso gestiegen wie die Messbarkeit von Leistungen.
Boll&Kirch hat einige Prozesse individuell in seinem ERP-System abgebildet, bei anderen orientiert sich das Unternehmen am Software-Standard. Der Leiter der Abteilung Kalkulation und Stammdaten bei Boll&Kirch, Axel von Wolff sagt: „Wir haben unsere Abläufe im Verkauf so in der Software abgebildet, dass sich Lieferschein und Rechnung nahezu automatisch aus dem Auftrag generieren. Unser Systemhaus hat neben ERP-Know-how auch Kompetenz in anderen IT-Bereichen, das hilft bei der ganzheitlichen Weiterentwicklung der IT-Strategie.“
Kanban erhöht Geschwindigkeit
Seit dem Echtstart der Software im Jahr 2002 hat sich beim Anwender viel getan. Helmut Schrempf, Abteilungsleitung Informationssysteme erinnert sich: „Das ERP-System ist vom ersten Tag an mitgewachsen. Es gab eine Währungsumstellung, die Umsätze sind gestiegen, wir haben ein Automatiklager angebunden, die Produktion mehrmals verändert und ein Kanban-Behältermanagement installiert.“ Von Wolff ergänzt: „Früher hatten wir Werkbankmontagen, da wurde das Material zum stehenden Filter gebracht. Jetzt haben wir eine Fließmontage nach Kanban-Logistik und Synchrofertigung – der Montageauftrag fließt dabei durch die Montagelinie mit den Warenhäusern und Kanbanbehältern. Alles ist auch in unserem ERP-System abgebildet. Alleine durch diese Maßnahme konnten wir Zeiteinsparungen von 25-40 Prozent bei der Filterherstellung generieren.“
Auch die Upgrade-Möglichkeit überzeugt den Anwender. Trotz einer
hochangepassten Software soll ein Upgrade normalerweise innerhalb von
einem Wochenende eingespielt sein. „Wir starten Freitagmittag, Samstag ist es
durch. Um das nochmal zu betonen, Upgrade bedeutet Neuerungen über den
gesamten Funktionsbereich der Software, mit allen Anpassungen die nach
dem Einspielen sofort wieder funktionieren. Wir sind immer auf dem aktuellen Stand, dann kommen wir auch nicht in die Verlegenheit, mit einem veralteten System zu arbeiten“, so Schrempf.
Und in Zukunft...
Boll&Kirch will in nächster Zeit in den Ausbau der Kanban-Fertigung investieren und Lieferanten über EDI anbinden. Helmut Schrempf: „Wir wollen wissen was, wann und wie viel geliefert wurde. In Zukunft werden wir unseren Lieferanten den Einblick auf die Plankarte ermöglichen. Die Welt dreht sich immer schneller, mit unserem ERP-System können wir reagieren.“
Der weltweite Branchenführer für Filtrationstechnologie im Schiff- und Motorenbau, die Boll&Kirch Filterbau GmbH produziert am Firmensitz in Kerpen Automatik-, Duplex- und Simplexfilter. Anlagenteile wie Ventile, Pumpen und Lager werden damit vor Verschmutzung und Verschlammung bewahrt. Rund 570 Mitarbeiter sind auf dem 110.000 m² großen Werksgelände beschäftigt.
www.bollfilter.de
www.abas.de
Bildquelle: © Thomas Max Müller/pixelio.de
Titelinterview
mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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