18.07.2012
Private Cloud, Business-Software

Microsofts Preview auf Office 2013

Office as a Service

Mobile, Social, Cloud - die ganzen Trends der letzten Jahre inklusive Touchoptimierung und Handschriftenerkennung sind jetzt in der neuen Office-Version verwirklicht. Microsoft geht weg vom Programmpaket für die Festplatte und hin zu Office als Service.


Microsoft präsentiert das neue Office

Die deutlichste Änderung von Office betrifft das Design: Das Programmpaket orientiert sich jetzt sehr stark am Metro-Style und ist an die Bedienung mit dem Touchscreen angepasst. Optisch erinnern die einzelnen Office-Programme an das typische Kachel-Layout von Windows 8 und Windows Phone.

Dieses neue Design soll eine intuitive Bedienung auf allen Geräten und vor allen Dingen mit allen Eingabemethoden erlauben: Maus und Tastatur sowie Finger und kapazitiver Stylus. Sogar eine Handschriftenerkennung ist integriert, mit der (zur Zeit nur) in Lync und OneNote per Stylus handschriftliche Notizen eingeben werden können.

Die wichtigste Änderung von Office ist allerdings weniger sichtbar, greift aber sehr tief in das bisher geltende Konzept eine Bürosoftware ein: Office ist sehr stark mit Cloud-Diensten verknüpft. So werden zum Beispiel alle Dokumente auf SkyDrive gespeichert. Dadurch sind sie auf allen Geräteklassen (PC, Tablet, Smartphone) verfügbar.

Doch trotzdem sind die Dokumente auch offline zu nutzen. Diese Funktion der mitgelieferten SkyDrive-App bietet gewissermaßen das Beste beider Welten: Alle Dokumente sind auf allen Geräten in Kopie gespeichert und werden über die Cloud immer aktuell gehalten. Das geht automatisch und ist somit ein eindeutiger Vorteil für die Anwender.

Doch das ist nicht alles: Die persönlichen Einstellungen und Vorlagen werden ebenfalls mit der Cloud synchronisiert. Selbst das eingesetzte Benutzerwörterbuch wird via Cloud überall vorhanden sein. Dadurch wird es möglich sein, auf jedem Windows-Gerät ohne Verzögerung mit den eigenen Dokumenten zu arbeiten.

Doch die Verbindung zur Wolke geht noch weiter: Office ist zusätzlich als Cloud-basierter Service verfügbar. Dabei wird die entsprechende Anwendung im Browser genutzt, so dass die Dokumente in der Cloud auch auf einem fremden PC verfügbar sind. Hierfür hat Microsoft die bisherigen "Office Web Apps" stark erweitert und im Funktionsumfang an die Desktop-Version angenähert.

Die dritte und eigentlich recht naheliegende Änderung betrifft das Stichwort "Social": Office 2013 integriert jetzt sehr stark "soziale" Funktionen. Microsoft greift dabei unter anderem auf das Businessnetzwerk Yammer zu, da Unternehmen den Aufbau von internen Netzwerken im Facebook-Stil erlaubt.

Neu ist die Funktion "PeopleCard", die in Office alle Kontakte in den sozialen Netzen wie Facebook, Linkedin oder Yammer anzeigt - mit Fotos, Kontaktdaten und Feeds. Zusätzlich bietet Microsoft eine erweiterte Version von SharePoint an, dessen Design jetzt übersichtlicher und einfacher wirkt. Der Newsstream des Moduls orientiert sich optisch an Facebook und Twitter. Die Anwender können Kommentare zu Einträgen im Feed verfassen, Konversationen verfolgen und wie bei Twitter #Hashtags und @Replies verwenden.

Eine weitere Neuerung: Skype ist jetzt in Office integriert und kann via Lync für Videochats, Anrufe und so weiter genutzt werden. Die vorhandenen Skype-Kontakte können zudem in die Office-Kontakte integriert werden. Damit werden Sharepoint und Lync zu einer Art "Plattformintegrator" für Kommunikation und Netzwerke - ein logischer Schritt, da viele Leute Kontakte in unterschiedlichen Diensten haben.

Damit sind die großen, konzeptionellen Änderungen von Office 2013 genannt. Doch Microsoft hat sehr viel Arbeit in die Details des großen Programmpakets gesteckt. Hier noch einige der weiteren wichtigen Neuerungen im Überblick:

  • Word kann jetzt PDF-Dateien direkt öffnen, wie ein Word-Dokument bearbeiten (!) und speichern. Zusazusoftware für PDF-Dateien ist also jetzt nur noch in Ausnahmefällen nötig.
  • Der Lesemodus macht Word zu einer Art Universalreader für PDFs und andere Dokumente. Dabei wird der Text wie bei einem E-Book-Reader automatisch in einer Lesespalte umbrochen und an den Bildschirm angepasst. Dies dürfte ideal für Tablets sein, mit denen die Anwender dann komfortabel im Hochformat lesen können. Eine Resume-Funktion merkt sich die letzte Leseposition und zeigt sie bei der Öffnung des Dokumentes wieder an - auch über mehrere Geräte hinweg.
  • Das Standardseitenverhältnis von PowerPoint ist jetzt 16:9, so dass Präsentationen auf modernen Widescreen-Monitoren professioneller wirken.
  • Excel wird mit zahlreichen neuen und vereinfachten Funktionen zur Analyse von Daten aufgerüstet.
  • OneNote ist unter Windows 8 als Metro-App verwirklicht und bietet unter anderem eine Handschrifterkennung. Außerdem ist das Notizprogramm an SkyDrive angebunden, so dass alle Notizen auf allen Geräten stets aktuell sind.

Bildquelle: Opens external link in new windowMicrosoft


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