02.11.2011
IT-Dienstleistung
Von: Stephan De Maria

Beratungshauses Clientis spannt mit Cormeta zusammen

Mobile IT-Lösung für die Textilbranche

Die Textilbranche ist sehr dynamisch. Wechsel im Sortiment innerhalb weniger Wochen oder Abwicklung der globalen Logistik stellen die Textilproduzenten vor immense Herausforderungen. Eine integrierte IT-Landschaft über sämtliche Prozesse hinweg kann diese Herausforderung bewältigen.


Mitten drin statt nur unterwegs: Mit Hilfe mobiler Anwendungen auf Handheld und Tablet-PC sind Auswertungen beinahe überall und jederzeit möglich.

Effizienz und Flexibilität, Transparenz und Integration – mit diesen Schlagworten können sowohl die wichtigsten Aufgaben einer modernen IT-Infrastruktur beschrieben werden als auch deren größte und ewige Baustellen. Systeme und Prozesse sind immer nur solange richtig und gut, bis eine neue Technik, eine neue Anwendung oder eine neue Strategie Verbesserungsmöglichkeiten bietet. So wird die Evolution der Textilwirtschaft von der Informationstechnologie begleitet und gibt dieser auch wichtige Impulse.

Vor welchen Herausforderungen genau steht die Branche in naher Zukunft? Und wie können diese gemeistert werden? Björn-Eric Friedsam ist Vorstandsmitglied des Beratungshauses Clientis und erfahrener Branchenexperte, der die Entwicklungen genau analysiert. Gemeinsam mit der Cormeta AG in Ettlingen, einem Spezialanbieter für IT in der mittelständischen Textilwirtschaft, leitet das Freisinger Unternehmen Trends ab, die es gilt in IT-Prozesse und -Anwendungen zu formen.

Das Modekarussell dreht sich immer schneller. Mittlerweile wird innerhalb weniger Wochen mehrfach das Sortiment erneuert, ergänzt, ausgetauscht. Damit reagieren Modehändler kurzfristig auf ihre Verkaufsanalysen. Um überhaupt in der Lage zu sein, solche Wechsel vorzunehmen, bedarf es einer sehr hohen und flexiblen Prozessstruktur hinsichtlich Planung, Produktion und Logistik. Immer mehr Unternehmen erhöhen daher wieder den Anteil europäischer Lieferanten, laut Friedsam, und reduzieren den Einkauf aus Ostasien, denn der Markt und die logistischen Möglichkeiten innerhalb Europas ermöglichen  kurzfristigere Anpassungen. „In der Regel finden sich in Asien schwächere IT-Infrastrukturen, die in den seltensten Fällen integriert sind. Das bedeutet, dass es weder einen durchgängigen Informationsfluss gibt noch schnell verfügbare und verbindliche Daten“, sagt der Experte aus Hamburg. Doch diese seien unabdingbar, wolle man mit dem Tempo des Marktes mithalten. Die schnelle Umsetzung neuer Modelle bis hin zum Verkauf könnte nur mittels einer geschlossenen Informationskette eines integrierten IT-Systems erreicht werden.

Mobilität in den Systemen

„Viele Produktionsleiter oder Einkäufer verbringen genauso viel Zeit auf Bahnhöfen und Flughäfen wie im eigenen Büro. Der massive Ausbau von Funkdatenverbindungen und die gleichzeitige Weiterentwicklung von Business Intelligence gehen nun mit Hilfe kleiner mobiler Applikationen eine aktive und gewinnbringende Verbindung ein“, erklärt der Clientis-Vorstand. Nun könne auch von unterwegs in Echtzeit abgefragt werden, wie der aktuelle Produktionsstand der kommenden Sommerware ist, welche Artikel wie Blei in den Regalen liegen und ob die dringend erwartete Lieferung nun endlich im Lager angekommen ist. Einfache Eingabemasken mit wenigen vordefinierten Parametern für den jeweiligen Anwender können auf einem PDA oder Tablet-PC eingerichtet und mit einem aktuellen SAP-System verknüpft werden. Der Anwender schlüpft so unterwegs aus seiner passiven in eine aktive Rolle.

Sei es die Abbildung umfangreicher internationaler Zollbestimmungen, die Harmonisierung verschiedener Größennormen, sei es Business Intelligence – eine umfassende und nahtlose IT-Strategie ist eine wichtige Grundlage für deren Erfolg. Die lange Vorfinanzierungsphase verursacht häufig Liquiditätsprobleme, die mit integrierten Planungsanwendungen und Risikomanagement rechtzeitig erkannt werden können. Der Funktionsreichtum von SAP-Software im Zusammenwirken mit den Branchenerweiterungen von clientis und cormeta ermöglichen den Marktakteuren neue Flexibilität und wandeln die Baustelle IT in einen Wachstumsmotor. Der Trend hin zur Bewirtschaftung eigener Verkaufsflächen könne ebenfalls aufgenommen und zu einem Alleinstellungsmerkmal der Marke umgemünzt werden. Insgesamt sei das SAP-basierte Branchenpaket für die kommenden Herausforderungen in der Textilwirtschaft gewappnet, schließt Friedsam.

Bildquelle: Clientis


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