02.07.2012
Companies, Unternehmen
Von: Katrin Mallener

Ergebnisse Eco-Umfrage

Mobile Business im Mittelstand angekommen

Entgegen früherer Umfragen sehen Mittelständler mobiles Arbeiten heute nicht mehr nur als Synonym für mobiles Internet und E-Mail. Für eine große Mehrheit von 70 Prozent bedeutet es den mobilen Zugriff auf die Unternehmensdaten für den Vertrieb oder aus dem Rechnungswesen. Das geht aus einer Umfrage der Kompetenzgruppe Mobile des Eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft) hervor.


Unternehmen lernen hier von den eigenen Mitarbeitern: Mit knapp einem Drittel Smartphone-Anteil bei den Handys und intensiver Nutzung von Datendiensten (Apps) im Privatsektor bringen sie die „mobile Revolution" an den Arbeitsplatz.
 
„Es kann endlich losgehen mit Mobile Enterprise, da die Unternehmen die Vorteile erkannt haben und die Kosten im Griff sind“, resümiert Dr. Bettina Horster, Vorstand bei der Vivai Software AG und Direktorin Mobile bei Eco. Trotzdem bestehen weiterhin Barrieren bei der Einführung mobiler Geschäftsprozesse. Hier nennen die Befragten Sicherheit und Probleme bei der Konzeption einer mobilen Lösung. „Hier bietet sich für die Anbieter noch ein weites Betätigungsfeld“, so Dr. Bettina Horster.
 
Große Ernüchterung könnte indes bei den Mobilfunkbetreibern einkehren, die stark auf das Thema Mobile Enterprise setzen, um ihre Umsatzeinbußen bei den herkömmlichen Diensten zu kompensieren. Der Umfrage zufolge ist der wichtigste Lieferant für mobile Businessanwendungen nicht ein Mobilfunkanbieter mit branchenspezifischen Lösungen (28 %), sondern ein Spezialanbieter (63 %).
 
Mobile Marketing eher kein Trend
Im B2B- und B2C-Bereich mobiler Geschäftsprozesse sehen die Befragten Anwendungen wie den mobilen Zugriff auf ERP- oder CRM-Daten, M2M oder automatische Identifikationslösungen in Logistikprozessen mit Bewertungen zwischen 40 und 54 Prozent als relativ gleich wichtig an. Abgeschlagen mit nur 34 Prozent der Antworten liegt jedoch Mobile Marketing – Endkunden über deren Handy zu erreichen sehen sie nicht als Trend.
 
In Bezug auf die Außenkommunikation von Unternehmen zeigte die Umfrage, dass
51 Prozent der Befragten ihre Lösungen, Dienstleistungen und Informationen eher per App anbieten würden als auf einer eigenen mobilen Website (37  Prozent). „Trotz der mangelnden Planbarkeit, wann und ob überhaupt eine App erscheint, geben die Unternehmen hier den Stores den Vorzug“, sagt Dr. Bettina Horster.
 
Android lässt iOS hinter sich
Bei der Frage, für welches Stores programmiert werden soll, halten nur noch 37  Prozent der Teilnehmer das Apple-Betriebssystem plus AppStore für die maßgebliche mobile Plattform, während 46 Prozent auf Google-Android setzen. Microsoft/Nokia (12 Prozent) und Samsung (5 Prozent) landen mit großem Abstand auf den hinteren Plätzen.
 
Die Umfrage „Mobile Geschäftsprozesse 2012“ hat die Kompetenzgruppe unter 80 Experten durchgeführt.

www.eco.de

Bildquelle: © ugur can/sxc.hu


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