Yachtbooker Network AG setzt auf virtuelle Cloud-Server
Mit Vollgas durch die Buchungsflut
Das Yacht-Buchungsportal Yachtbooker Network AG musste neue Rechnerkapazitäten schaffen, um den steigenden Buchungsnachfragen gerecht zu werden – die Wahl fiel auf skalierbare, virtuelle Cloud-Server.

Vor rund 2 Jahren wurde die Yachtbooker Network AG Opfer ihres eigenen Erfolgs. Die Zugriffe auf Kundenprojekte explodierten derart, dass die eigenen Server ständig am Limit liefen. „Vereinzelt kam es schon zu Abstürzen“, erzählt Felix Wolf, Vorstand und IT-Verantwortlicher der Yachtbooker Network AG. „Sicherheitstechnisch war das wirklich mehr als bedenklich.“ Zumal eine Kettenreaktion drohte. „Unser Kernsystem und die Kundenprojekte liefen auf denselben Servern, sodass Probleme im Bereich der Kundenprojekte schnell die Kernsysteme mitreißen konnten“, erklärt Wolf. Für eine Firma, die ihr Geld ausschließlich über das Internet verdient, ist ein technischer Totalausfall natürlich existenzbedrohend.
Das Münchner Unternehmen verfügt über eine Online-Präsenz, die sich zum größten Yacht-Buchungsportal weltweit entwickeln konnte. Buchbar sind mehr als 4000 Yachten von circa 250 Anbietern in 30 Ländern. Auch Webdesign und Online-Marketing sowie die Bereitstellung von Buchungsmaschinen für Agenturen und Partnern in der Yachtcharter-Branche gehören zu den Tätigkeitsfeldern des Unternehmens.
Für Lastspitzen gerüstet
Um in Zukunft für Lastspitzen gerüstet zu sein, stand man vor der Herausforderung, neue Rechnerkapazitäten zu schaffen. Doch wie sollten diese dimensioniert werden? Durch die stark wachsende Zahl immer komplexer werdender Kundenprojekte und die saisonalen Unterschiede beim Buchungsaufkommen wurde sehr schnell klar, dass die Anschaffung dedizierter Server kaum Sinn macht. „Die Kosten wären enorm hoch gewesen“, sagt Wolf. „Außerdem hätte die Einrichtung viel zu viel Zeit in Anspruch genommen.“ Als passender erwiesen sich skalierbare, virtuelle Server. Da vor allem die Daten- und Ausfallsicherheit im Vordergrund stand, entschied sich das Unternehmen für mehrere Dynamic-Cloud-Server des Anbieters 1&1.
Sicherheit als oberstes Gebot
Besonders überzeugt hat den IT-Verantwortlichen ein Bericht über die Hochleistungsrechenzentren des Anbieters, die im europäischen Vergleich mit am sichersten sind. Mehrfach redundant ausgelegte Systeme sowie Vorkehrungen zum Schutz vor Stromausfällen, Cyber-Attacken oder äußeren Gefahren wie Wasser und Feuer garantieren Felix Wolf die Verfügbarkeit, die er für sein Geschäft benötigt. Alle Daten und Prozesse werden verteilt auf mehreren Frontend-Knoten und Storage-Einheiten vorgehalten. Sollte eine der Maschinen vollständig oder teilweise ausfallen, werden die anstehenden Aufgaben automatisch von den weiteren mit übernommen, so dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Auch planmäßige Wartungsarbeiten können vorgenommen werden, ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt.
Einen weiteren Vorteil sieht Wolf als alleiniger IT-Verantwortlicher in der Tatsache, dass bei der Server-Lösung Wartungsarbeiten an der Hardware durchgeführt werden können. „Da ich mich nicht mehr 24 Stunden am Tag um die Administration der Rechner kümmern muss, kann ich mich wieder stärker auf meine Tätigkeit in der Unternehmensführung konzentrieren.“ Als Inhaber begrüßt er auch die Kostenreduktion. „Die Anschaffung dedizierter Server und die monatliche Gebühren, um diese in einem Rechenzentrum unterzustellen, wären teurer gewesen als die monatlichen Kosten für die jetzt vorhandenen Server“, sagt Wolf. Weil im Yachtbuchungsgeschäft besonders in den Monaten Januar und Februar und dann noch einmal von Juni bis August ein Großteil aller Buchungen anfällt, während der Rest des Jahres relativ ruhig verläuft, ist die Möglichkeit, Leistungsparameter wie CPU oder Arbeitsspeicher flexibel anpassen zu können, ein Pluspunkt. Da die Abrechnung stundengenau erfolgt, lassen sich Fixkosten in variable Kosten umwandeln. „Auf diese Weise ergeben sich für uns Einsparungen zwischen 5000 und 10000 Euro jährlich“, berichtet Wolf.
Kontrolle auch unterwegs
Hinzu kommt, dass die Yachtbooker Network AG heute in der Lage ist, schneller auf ein erhöhtes Nachfrageaufkommen reagieren zu können. Nutzt ein Anwender einen klassischen dedizierten Server, muss im Falle einer Leistungsänderung ein anderer Server bestellt und die bestehende Konfiguration auf diesen übertragen werden. Beim Cloud-Server des entfällt dieser zeitaufwändige Vorgang. Ein Up- oder Downgrade dauert laut Anbieter in der Regel weniger als fünf Minuten. Weil Wolf oft auf Dienstreise ist, greift er auf die Option zurück, den Server mithilfe einer App zu managen. Diese ermöglicht es ihm, den Rechner auch von unterwegs aus zu überwachen. Felix Wolf sagt, dass es „besonders hilfreich ist, dass sich der Server über die App sogar neu konfigurieren lässt und ein Reboot ausgelöst werden kann.“
Auf den Cloud-Servern der Yachtbooker Network AG laufen derzeit in erster Linie SQL-Datenbanken und CMS-Systeme für 50 bis 70 umfangreiche Kundenprojekte, die größtenteils aus Webseiten mit mehreren tausend Unterseiten bestehen. Die Konfiguration der Maschinen bietet noch etwas Spielraum. Sollten die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr ausreichen, können weitere Ressourcen hinzugebucht werden – insgesamt stehen pro Server sechs Prozessorkerne, 24 GB RAM und 800 GB Festplattenplatz zur Verfügung.
Demnächst möchte Wolf auch die Unternehmens-Website auf einen Cloud-Server umziehen, da diese von sieben auf 14 Sprachen ausgebaut werden soll. Die bisherigen Umzüge auf die neuen Server von 1&1 verliefen reibungslos, da Wolf diese, wie auch die alten Maschinen, mit Windows Server 2008 R2 betreibt und nach Auswahl des Betriebssystems nur einige Einstellungen angepasst werden mussten. Bislang sind 50 Prozent der IT-Infrastruktur der Yachtbooker Network AG virtualisiert. Für die Zukunft plant Inhaber Felix Wolf eine Virtualisierung von 100 Prozent, damit die Erfolgsstory des Unternehmens weitergehen kann.
Yachtbooker Network AG
- Gründung: 2002
- Standort: München
- Geschäftsfeld: Yachtbuchungsportal, dazu Angebote für Webdesign und Onlinemarketing
- Sonstiges: Buchbar sind mehr als 4000 Yachten von circa 250 Anbietern in 30 Ländern
Bildquelle: © iStockphoto.com/nico_blue
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