28.06.2012
RZ-Infrastruktur
Von: Bernhard Müller

BASF IT Services mit Flexpod-Architektur

Mehr Flexibilität bei den Kosten

Themen wie Virtualisierung, Cloud Computing und On-Demand-Bezugsmodelle stehen auch für mittelständische SAP-Anwender verstärkt auf der Tagesordnung. Denn sie wollen schneller auf neue Anforderungen reagieren können, etwa bei Ausweitung oder Rückgang ihres Geschäfts.


Zwei geografisch getrennte Rechenzentren stellen mit rund 3.600 Servern die Hochverfügbarkeit sicher.

Gefragt ist dabei die vertikale Skalierung der Umgebung, also die Veränderung der CPU-Leistung und der verfügbaren RAM-Speicherkapazitäten, ebenso wie deren horizontale Skalierung. Dabei geht es um die Bereitstellung zusätzlicher Systeme oder deren Abschaltung, wenn sie aktuell nicht mehr benötigt werden. Ebenso geht es um den parallelen Betrieb von SAP-Entwicklungs-, -Test- und -Produktivsystemen.

Mit dem durchgängigen Konzept „SAP Hosting on Demand“ reagiert die BASF IT Services GmbH in Ludwigshafen auf diesen Trend. Die integrierte Lösung „made in Germany“ besteht aus Komponenten auf Basis der von den Herstellern NetappCisco und VMware gemeinsam entwickelten Flexpod-Architektur. Die IT-Experten des Anbieters haben damit insgesamt fünf unterschiedliche „Use Cases“ definiert und evaluiert. Die virtualisierte Plattform, die im Gegensatz zu Lösungen auf dedizierten Servern schneller zur Verfügung gestellt werden kann, benötigt weniger Server- und Speicherkapazität und spart dadurch beim Anwender Kosten ein.

„Die Anwendung und der Effekt dieser Use Cases ist für das Gesamtprojekt ein entscheidender Faktor, schließlich sollten sie in das Service-Angebot einfließen“, stellt Matthias Krauß, Teamleiter Service Architects bei BASF, fest. „Wer weiß, wie zeitaufwendig ein SAP-System-Refresh ist, schätzt es, dass sich die Arbeit von Tagen auf ein paar Stunden reduzieren lässt.“ Neue SAP-Systeme können damit kurzfristig bereitgestellt werden, Systemkopien sind innerhalb von Minuten möglich. Und die Abrechnung der Leistung erfolgt auf Wunsch nach dem tatsächlichen Verbrauch.

Mit der Flexpod-Architektur existiert am Markt bereits ein flexibles Infrastrukturpaket aus vorkonfigurierten Storage-, Netzwerk- und Serverkomponenten, das auch bei „SAP Hosting on Demand“ zum Einsatz kommt und eine schnelle Umsetzung von Kundenanforderungen ermöglicht. „Neben dem technischen Designkonzept war es für uns mit ausschlaggebend, dass die Architektur aus Standardtechnologien besteht, mit denen wir teilweise langjährige Betriebserfahrung haben“, sagt Jürgen Klug, Principal Sales Consultant bei BASF IT Services. Bewusst sei die Entscheidung getroffen worden, für „SAP Hosting on Demand“ keine komplett neuen Technologien zu verwenden, sondern auf bestehende und bewährte Bestandteile zurückzugreifen und so eine optimale Plattform zu schaffen.

Das Marktforschungsinstitut Gartner rechnet damit, dass im Jahr 2015 „industrialisierte IT-Services mehr als 30 Prozent des Gesamtmarktes für IT-Dienstleistungen ausmachen werden“. Dazu zählen auch die Cloud-Computing-Angebote, bei denen die Rechenleistung nach Bedarf „aus der Wolke“ bezogen und entsprechend dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet wird. „Einen Haken hat diese optimistische Prognose allerdings“, sagt Matthias Krauß. In Europa und speziell in Deutschland gebe es besonders bei mittelständischen Unternehmen mit einem hohen Wertschöpfungsfaktor erhebliche und durchaus berechtigte Ängste davor, ihre geschäftskritischen Daten „irgendwo in der Wolke“ zu speichern: „Die wollen wissen, wo ihr Know-how liegt und wer genau Zugriff darauf hat.“

Deshalb betont BASF das „made in Germany“ seiner Lösung. An seinem Hauptsitz in Ludwigshafen betreibt der IT-Dienstleister zwei moderne Rechenzentren mit rund 60.000 SAP-Usern. Die beiden Rechenzentren bieten eine redundante Infrastruktur zur ausfallsicheren Speicherung. „Gerade die Mittelständler sind heute beim SAP-Einsatz an einer Kostenreduzierung, geringen Anfangsinvestitionen, mehr Flexibilität bei Kosten und Systemanpassungen, unterschiedlichen Abrechnungsmodellen und kurzen Vertragslaufzeiten interessiert“, ist der Teamleiter Technical Architects überzeugt. Und genau diese Unternehmen habe man mit dem neuen „Angebot aus der Wolke“ im Auge.

www.basf-it-services.com

Bildquelle: © BASF


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