28.09.2012
Outsourcing
Von: Syra Thiel

Spital Thurgau AG nutzt Onventis-Plattform

Krankenhäuser professionalisieren Einkauf

Die Spital Thurgau AG sourct Warengruppen medizinischer Produkte über die Beschaffungslösung Tradecore SRM von Onventis.


Die Klinik St. Katharinental ist eines der Krankenhäuser, die zur Spital Thurgau AG gehören.

Die Zwischenbilanz nach drei Jahren ist positiv: Die Einstiegspreise sanken durch den Einsatz der innovativen Beschaffungsplattform von ONVENTIS erheblich. Zudem sparen die Krankenhäuser viel Geld durch die Optimierung der Beschaffungsprozesse.

100.000 Schweizer Franken (CHF) pro Jahr zahlt Spital Thurgau allein bei den Büromaterial-und Drucksachen weniger, als vor dem Einsatz der neuen Beschaffungslösung. Und das bei einem Beschaffungsvolumen bei Büro- und Druckmaterial von rund 1 Mio. CHF pro Jahr. Gelungen ist den Einkäufern des Klinikums diese Kostensenkung durch die Konsolidierung der Lieferantenbasis, Optimierung der Prozesse sowie Outsourcing. Um den Pool der Zulieferer in diesem Segment auf maximal zwei zu reduzieren, nutzten die Einkäufer das Sourcing-Tool der neuen Lösung.

„Die Informationen, die wir bisher in unterschiedlichen Datenformaten Word, Excel, PDF, Mail etc. bei Anfragen von den Lieferanten erhielten und im Anschluss in ein Auswertungsdokument überführen mussten, erhalten wir jetzt per Knopfdruck“, so Susanne Ommert, ehemalige Leitung Zentrales Beschaffungswesen der Spital Thurgau AG. Außerdem haben alle Beteiligten jederzeit die Transparenz der abgegebenen Angebote und Dokumente archiviert. In Zukunft, so hofft die Einkäuferin, wird sich dieser Anteil noch erhöhen. Denn bei der letztjährigen Ausschreibung für Dialysematerial lag das Angebot 41 Prozent unter den Ist-Kosten und führte zu einem Lieferantenwechsel. Ommert vermutet, dass „allein aufgrund der elektronischen Ausschreibung der Konkurrenzdruck steigt und die Lieferanten bessere Angebote unterbreiten“.

Die Software macht innerhalb des gesamten Beschaffungsprozesses Kostentreiber und Prozesslücken transparent, heißt es. Denn nicht selten, so die seit 20 Jahren im Gesundheitswesen tätige Ommert, verursachen scheinbar günstige Produkte letztendlich höhere Kosten. „Einkäufer müssen daher den gesamten Wertschöpfungsprozess im Unternehmen mitdenken und neben den Preisen auch die Supply Chain und vor allem die Value Chain im Blick haben“, rät die Beschaffungsexpertin. Außerdem müssen den medizinischen Anforderungen der Ärzte ebenfalls jederzeit Rechnung getragen werden. Viele Kliniken in der Schweiz schielen nach Ansicht der Einkäuferin jedoch nur auf die Preise. Sie erhoffen sich, über spezialisierte Marktplätze, vermeintliche Einkaufskooperationen, Parallelexporte etc. günstig zu beschaffen. „Eine Entwicklung, die am Ende des Tages ganz sicher für Ernüchterung sorgen wird.“

www.stgag.ch
www.onventis.de

Bildquelle: © Spital Thurgau AG/ Broschüre Klinik St. Katharinental


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