20.12.2011
IT-Finanzierung
Von: Sebastian Thümmel

IKT-Branchenverband SIBB hilft bei Planung

IT-Investitionen 2012

ECM-, CRM- oder ERP-Systeme? Cloud- oder Mobile Computing? Die IT-Welt verändert sich rasant. Das macht es insbesondere für kleinere Unternehmen schwer, die Investitionen in IT-Infrastrukturen vorausschauend zu planen. Dabei ist die IT in vielen Unternehmen geschäftskritisch.


Die Planungen für die IT-Budgets 2012 sind in vielen Unternehmen in vollem Gange. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) tun sich angesichts der schnellen Innovationszyklen oft schwer, bedarfsgerecht zu planen. Der SIBB e.V., IKT-Branchenverband für Berlin und Brandenburg, empfiehlt Unternehmen die eigene Planung wie eine öffentliche Ausschreibung anzugehen. So verschaffen sie sich einen exakten Überblick über den eigenen Bedarf. Der Verband und seine Mitglieder verfügen über langjährige Erfahrung und geben diese in Form von praktischen Tipps weiter.
 

IT-Investitionen aufschlüsseln

Grundsätzlich gilt es bei IT-Investitionen zwischen operativen und strategischen Ausgaben zu unterscheiden. Während die operativen Kosten den laufenden Betrieb der IT-Infrastruktur abdecken, betreffen die strategischen Kosten Weiterentwicklungen und Neuinvestitionen. Das Beratungsunternehmen Capgemini resümiert in der aktuellen Untersuchung „IT-Trends 2012“, dass rund 71 Prozent der geplanten IT-Ausgabenfür den operativen Bereich geplant sind. Nur ein gutes Viertel verbleibt also für Ausbau und Weiterentwicklung der IT.
 
Als Faustregel für die Gesamtausgaben empfiehlt der SIBB und Oliver Effner von der Unternehmensberatung Scrumcom, die Technologiekosten des Vorjahres zu betrachten und mit einem moderaten Wachstum zu kalkulieren. Ein grober Richtwert sei dabei, die Kosten für vergleichbare On-Demand-Lösungen externer Dienstleister zu betrachten. Diese kalkulieren mit Synergieeffekten aus der Betreuung mehrerer Kunden, so dass die Kosten für die interne IT-Abteilung meist etwas höher liegen könnten.
 

Expertenmeinungen einholen

Wer genauere Zahlen benötigt und bereit ist, mehr Zeit in die strategische IT-Planung zu investieren, erstellt komplette Ausschreibungsunterlagen für die eigene Planung. „Ausschreibungen beschreiben detailliert den technischen Bedarf, die Projektanforderungen und die gewünschten Ergebnisse“, erklärt René Ebert, Geschäftsführer des SIBB, die Vorteile dieses Verfahrens. „Auf Basis dieser Unterlagen kann man anschließend verschiedene Expertenmeinungen einholen.“ Das Spektrum der Angebote bzw. Kostenkalkulationen definiert die Ober- und Untergrenze für Finanz- und Zeitrahmen. Grundsätzlich sollte aber ein gewisses Finanzpolster eingeplant werden, falls Projekte sich aufwändiger gestalten als angenommen. Sind Neuanschaffungen geplant, muss neben den unmittelbaren Technologiekosten auch das Budget für Installation und Wartung kalkuliert werden.
 

Kalkulierbare Kosten in der Cloud

Eine Alternative zum Kauf von neuer Hard- oder Software, die KMU mehr Planungssicherheit bieten und sie von hohen Einmalkosten entlasten soll, existiert: Hardware Leasing soll die Kosten senken und über die damit verbundenen Serviceverträge gleichzeitig auch Supportleistungen garantieren. Software hingegen verlagert sich zunehmend ins Netz in Form von Cloud-Lösungen. Das soll die Unternehmen davon entlasten, eigene Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen. Auch die Wartung der Systeme entfällt für den Anwender.

www.sibb.de

Bildquelle: © Rainer Sturm/pixelio.de


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