23.07.2012
Business-Software
Von: Christoph Harzer

Elbe Group setzt auf Abas

Gelenkige ERP-Software

Der Gelenkwellenhersteller Elbe Group setzt beim ERP-System seit 1995 auf Abas-Business-Software – regelmäßige Updates sorgen beim mittelständischen Unternehmen für schlanke Prozesse.


Schwäbischer Tüftlergeist und die richtige Unternehmensstrategie machen die Elbe Group mit Hauptsitz in Bietigheim-Bissingen erfolgreich. Der Gelenkwellen- und Flanschhersteller bietet seinen Kunden maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Lösungen an. Das Unternehmen expandiert. Begleitet wird Elbe dabei seit 1995 von der Abas-Business-Software. Das ERP-System wird durch Upgrades immer wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Es passt sich an die Anforderungen der einzelnen Elbe-Standorte an und macht Prozesse unternehmensweit sicher, heißt es.

Bis auf die lokalisierten sind alle übrigen in der Software abgebildeten Abläufe gleich. Durch den hohen Automatisierungsgrad und die einheitliche Datenbasis kann Elbe laut Anbieter Kosten senken und die Produktivität im Unternehmen steigern. Auch die Transparenz und Auskunftsfähigkeit ist gestiegen, heißt es. Daten können heute auf Knopfdruck europaweit und in der jeweiligen Landessprache bearbeitet und eingesehen werden.

Jeder Standort wird mit einbezogen

„Wir haben quasi eine Private Cloud eingerichtet, unsere ERP-Mandanten für die Standorte in Ungarn, Italien und Deutschland werden größtenteils von Bietigheim-Bissingen aus betreut“, erklärt Peter Gloenkler, bei Elbe für die IT verantwortlich. „Die Administration erfolgt durch ein kleines, qualifiziertes IT-Team, das insgesamt aus sechs Mitarbeitern besteht. Jeder im Team kann die IT-Lösung von seinem Standort aus einsehen und bearbeiten. Dennoch können wir über Rechte genau steuern, wer was im System tun darf. Beispielsweise hat ein Kollege aus Ungarn kürzlich mitgeholfen, eine Anforderung unseres Standorts in Italien in der Software abzubilden. Die Bediensprache kann im laufenden Betrieb umgestellt werden. Der Kollege aus Ungarn konnte so die Anpassung in den ihm vertrauten ungarischen Masken durchführen. Das Ergebnis wird den italienischen Kollegen dann wieder in italienischen Masken angezeigt. Mit unserer IT-Lösung sind wir als Mittelständler sehr gut aufgestellt.“

IT-Leiter Gloenkler beschreibt die Ziele und Anforderungen an das ERP-System wie folgt: „Unsere Unternehmens-IT soll den reibungslosen Ablauf der Prozesse über Ländergrenzen hinweg gewährleisten, auch die IT-Sicherheit ist uns wichtig. Denn beides spielt bei der Produktion unserer qualitativ hochwertigen Produkte eine große Rolle. Darüber hinaus wollen wir Prozesse durch Programmerweiterungen noch besser absichern. Elbe hat Besonderheiten in Abas-ERP abgebildet. Ein Artikel kann z.B. je Mandant Fertigungs- oder Verkaufsartikel sein. Beispielsweise wird er in Deutschland gefertigt und verkauft und in Ungarn nur verkauft. Dennoch werden die Daten nur einmal im ERP-System erfasst und die relevanten Daten per Schnittstelle automatisch in alle Mandanten übertragen. Die Standorte greifen so quasi auf den gleichen Datenpool zu. Das spart Zeit. Auch Fehler, die früher durch manuelles Übertragen der Daten auftraten, gibt es nicht mehr. Elbe verbessert kontinuierlich seine unternehmensinternen und -übergreifenden Prozesse und bildet dies in dem ERP-System ab.“

Für die zuverlässige Funktion der Antriebsaggregate sind maßgeschneiderte Lösungen nötig. Die Elbe Group hat diese Lösungen. Elbe Gelenkwellen finden ihren Einsatz in der Landwirtschaft, in Baufahrzeugen, Nutzfahrzeugen, Bahnen und Omnibussen. Mehr als 750.000 Einheiten werden Jahr für Jahr verbaut und sorgen so für bewegende Technik. 1.200 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2011 einen Umsatz von 213 Millionen EUR. An je 2 Standorten in Deutschland und Italien und je einem Standort in Ungarn, Brasilien und den USA werden maßgeschneiderte Gelenkwellen bis zu einem Drehmoment von 35.000 Nm und Antriebsflansche gefertigt.

www.elbe-group.de
www.abas.de

Bildquelle: © Linden Laserna/sxc.hu


Aktuelle Ausgabe

Titelinterview: App-Entwicklung
mit Lars Weiler und Fabian Dressler, Für Sie eG

IT-Sicherheit
Cyberkriminelle entdecken das Internet der Dinge

Fertigungsprozesse
MES: Motor für Industrie 4.0

Neue Wege des Arbeitens

Windows 8
Mit mehr Sicherheit besser - und flexibler

Das neue Office
Immer und überall produktiv

Internet Explorer
Der Webbrowser rückt in den Fokus

Interview mit Lars Weiler und Fabian Dressler, Für Sie eG

Im Rahmen einer Warenbörse der Für Sie Handelsgenossenschaft eG erhielten die Teilnehmer für die direkte Warenbestellung ein Tablet ausgehändigt – inklusive einer auf Microsoft Windows 8 basierenden App. Worauf es bei der App-Entwicklung ankam, erklären IT-Leiter Lars Weiler (li.) sowie Projektleiter Fabian Dressler im Interview...mehr lesen »

IT Mittelstand Newsletter
IT-Sicherheit: Cyberkriminalität & das Internet der Dinge

Die Verbreitung des „Internet der Dinge“ und bringt neue Möglichkeiten hinsichtlich automatisierter Kommunikation und effizienterer Produktionsprozesse mit sich. Gleichzeitig dient die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen, aber auch die von Alltagsgegenständen wie z.B. Kühlschrank oder Fernseher mit dem Internet als neues Einfallstor für Cyberkriminelle. Auch mittelständische Unternehmen sind hier ein beliebtes Opfer...mehr lesen »

Die Produktion wird selbstständig

Das bislang gängige Bild einer industriellen Produktion ist der Mensch an der Maschine, der die Steuerung übernimmt. Zukünftig sollen diese Anlagen die Planung, Steuerung und Kontrolle selbstständig übernehmen – so die Idee hinter dem Projekt „Industrie 4.0...mehr lesen »