BNW setzt auf Palo Alto Networks
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
Um gegen Angriffe von außen wie auch gegen IT-Security-Gefahren von innen gewappnet zu sein, hat sich das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW) für die Next Generation Firewall von Palo Alto Networks entschieden.

„Wir hatten viele Anfragen von Dozenten, ob wir Anwendungen blocken können, da Kursteilnehmer abgelenkt waren“, berichtet Markus Köhler, der beim BNW als stellvertretender Leiter der IT-Abteilung und als Supportverantwortlicher tätig ist.
Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH bietet berufliche Orientierungshilfe, Vermittlungsunterstützung und Fortbildungsprogramme. Rund 1.100 Mitarbeiter arbeiten an über 140 Standorten daran, Menschen mit dem wichtigsten Rohstoff Deutschlands zu versorgen: Wissen. Moderne Informationstechnologie übernimmt hierbei eine Doppelrolle als Mittel und Zweck – sie vermittelt Inhalte und trägt dazu bei, den alltäglichen Umgang mit zeitgemäßen Technologien zu erhalten oder zu vertiefen. Die Sicherheit der IT-Infrastruktur ist für das BNW daher von zentraler Bedeutung.
Das Unternehmen ist einer der größten Bildungsdienstleister Niedersachsens. Die „Schüler“ des aus 24 Trägern gebildeten Bildungswerks können auch Führungskräfte mit viel Berufserfahrung sein. Doch egal ob jung oder alt scheint dem Menschen hin und wieder die Lust auf Abwechslung beim Lernalltag zu überkommen – und IT-basierte Lernplätze mit Internetzugange bieten hier viele Ablenkungsmöglichkeiten: „Einer unserer Mitarbeiter rief mich an und teilte mir mit, dass in einem der Schulungsräume das Computerspiel ‚Call of Duty‘ gespielt würde. Und er fragt, ob wir dagegen nichts unternehmen könnten“, so Markus Köhler, der beim BNW als stellvertretender Leiter der IT-Abteilung und als Supportverantwortlicher tätig ist. „Dem Kollegen war nach fünf Minuten geholfen. Einige wenige Klicks im Dashboard der Palo-Alto-Networks-Firewall haben mich zur Steam Application geführt, die ich sofort geblockt habe.“
Nachdem der Status der Anwendung auf Deny gesetzt wurde, konnten die Rechner keine Verbindung mehr zum Server herstellen. „Die Teilnehmer haben das Spielen daraufhin eingestellt“, fügt Köhler mit einem Schmunzeln hinzu. „Wir helfen den Lehrern und Trainern also dabei, dass die Schüler ihre Aufgaben erledigen. Neben dem rigorosen Blocken einzelner Anwendungen gibt es dabei elegante Alternativen. So lässt sich mit der Firewall über die Quality of Services die Bandbreite für einzelne Anwendungen festlegen. „Wir können so z.B. für fachfremde Anwendungen die Geschwindigkeit drosseln. Youtube macht keinen Spaß, wenn für ein Frame mehrere Sekunden Ladezeit nötig sind“, erläutert Matthias Canisius, Regional Sales Manager CEUR, Palo Alto Networks. „Außerdem ermöglichen sogenannte Time Tables, Anwendungen nur zu bestimmten Uhrzeiten zu erlauben. Die Kursteilnehmer des BNW können also in der Mittagspause durchaus ihren Freunden auf Facebook mitteilen, was sie vormittags gelernt haben – und danach ist die Anwendung wieder geblockt.“ Hier zeigt sich der technische Vorteil des Konzepts: Die Firewall nutzt keinen Paketfilter mehr, sondern analysiert die Anwendungen unabhängig vom Port.
Vom Ärgernis zum realen Bedrohungsszenario
Bis hierhin waren die Beispiele des BNW eher der Kategorie Ärgernisse zuzuordnen. Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf den gewünschten Lernerfolg, kann dies heutzutage Konsequenzen nach sich ziehen, die über den Einzelnen hinausreichen, denn gerade aus Administratorensicht gibt es Schlimmeres als unaufmerksame Kursteilnehmer: Gezielte oder zufällige Angriffe von außen auf das Rechnernetz könnten den gesamten Weiterbildungsbetrieb lahmlegen. „Zweimal infizierte eine Version des Conficker-Wurms Schulungsräume, die zwar nicht vom BNW betreut werden, aber auch an unserem Netz hängen“, erzählt Markus Köhler weiter. „Die Firewall hat es uns glücklicherweise ermöglicht, die Attacke zu isolieren. Damit war die Bedrohung von unserem Netz abgewendet.“
Schadsoftware im Web ist für 76 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des Eco Verbands der deutschen Internetwirtschaft das wichtigste technische Sicherheitsthema – und damit an Platz eins der Bedrohungsszenarien. Trotz neuer Trends wie Cloud Security ist damit das Web nach wie vor das entscheidende Sicherheitsrisiko. Die Antworten auf diese Bedrohungen waren bisher meist das Kumulieren unterschiedlicher Systeme, von Paketfiltern über VPN-Gateways bis hin zu Inhaltsfiltern. Das Ergebnis war eine heterogene Sicherheitsinfrastruktur mit all den bekannten Nachteilen von Insellösungen: Die Wartung- und Lizenzkosten sind vergleichsweise hoch und die Bedienung ist wegen der vielen unterschiedlichen Oberflächen komplex. Darüber hinaus sind die Latenzzeiten lang, denn die Systeme interagieren nicht optimal. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen. „Wir haben daher einen Ansatz gewählt, der die Applikation in den Mittelpunkt stellt, unabhängig von Port, Protokoll oder Verschleierungsmethoden“, erklärt Canisius die Idee des Palo-Alto-Networks-Konzepts. „Daher werden wir auch von Gartner als einziger Anbieter einer echten ‚Next Generation Firewall’ eingestuft. Unser Lösungsansatz vereinigt die Identifikation von Anwendung, Benutzer und Inhalt.“
Mehr Zeit für wirkliche Support-Fälle
Die verbesserte Sicherheit durch die Firewall hat auch indirekt positive Auswirkungen. So bleibt dem sechsköpfigen IT-Support-Team des BNW um Markus Köhler z.B. mehr Zeit, um echte Support-Fälle zu betreuen anstatt sich vornehmlich um die Schulungsräume zu kümmern. „Wir hatten viele Anfragen von Dozenten, ob wir Anwendungen blocken können, da Kursteilnehmer abgelenkt waren“, bestätigt Köhler. „Wir können jetzt ohne Black Lists arbeiten. Damit sind wir nun in der Lage, proaktiv zu arbeiten. Zum Beispiel können wir jetzt in regelmäßigen Abständen das Control Center checken.“ Nicht wenige der Schulungsteilnehmer des BNW sind sehr technikaffin, so dass die Administratoren selbst immer wieder neue, ihnen zuvor unbekannte Anwendungen entdecken. Mit der neuen Firewall kann die IT-Mannschaft nach einem vorherigen Check im Netz Anwendungen blocken, noch bevor Anfragen entstehen.
In Zukunft plant das BWN weiterhin mit der Palo-Alto-Networks-Lösung zu wachsen – Köhler sieht hier insbesondere die zunehmende Anzahl mobiler Mitarbeiter als nächste Aufgabe bis Ende 2011 für die Netzwerksicherheit, denn immer mehr Kollegen möchten von außen auf das Netz zugreifen. „Auch wenn die Anforderungen, die an uns als IT-Abteilung gestellt werden, in Sachen ‚sicherer Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk‘ immer größer und herausfordernder werden, habe ich mit Palo Alto Networks als Partner ein gutes Gefühl für die Zukunft“, resümmiert Köhler.
Titelinterview
mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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