28.06.2012
Enterprise Resource Planning
Von: Ralf M. Haaßengier

Gefahrgutabwicklung von Cormeta

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Gesetzeskonforme Gefahrgutabwicklung ist öfter noch ein Manko im Kfz-Gewerbe. Mit dem neuen Tradesprint-Gefahrguthandling der Cormeta AG sollen gefährliche Lieferungen jedoch keine „Gefahr" mehr für den Handel bedeuten.


Kfz-Teilehändler vertreiben meist immer wieder die gleichen Gefahrgüter wie Öl, Batterie-, Frostschutz- und Lösemittel oder Bremsflüssigkeit - das ist anders als in der Pharmaindustrie. Doch die Gefahrgutvorschriften gelten quer durch die Branchen, auch wenn bei der Einhaltung gesetzlich definierter Mengen einige Pflichten entfallen wie z.B. das orangerote Gefahrgutsymbol. Was gilt und was nicht, regelt das europäische Übereinkommen für internationalen Gefahrguttransport auf der Straße: ADR wie Accord Européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route.
 
Der Tradesprint-Gefahrgutprozess beginnt mit der Artikelpflege im ERP-System, wo die Felder für die nötigen Gefahrgutinformationen gemäß den sogenannten UN-Listen der Vereinten Nationen hinterlegt sind: offizielle Stoffbezeichnung, vierstellige UN-Nummer, Verpackungsgruppe, Tunnelcode und Gefahrgutklassifizierung. Automatisch erscheinen die Daten an den nötigen Stellen im Lieferprozess bis hin zum Ausdruck einwandfreier Transportpapiere. Tradesprint hat eine Lösung für die Beförderung im eigenen Fuhrpark, aber auch per Spedition. Auch der Lagermitarbeiter erhält die Info zum richtigen Lagerort. Mit der ERP-Anbindung an Warenwirtschaft und Lagerhaltung konnte dies ermöglicht werden.
 
Beim Transport der Gefahrgüter soll das mühsame Kopfrechnen jetzt ein Ende haben –  laut Anbieter reicht ein Mausklick aus, damit der LKW-Fahrer weiß, ob sein Fahrzeug korrekt beladen ist. Oder ob er gegebenenfalls umpacken muss. Denn laut ADR gelten für den kennzeichnungsfreien Gefahrguttransport zwei neue Regeln: Nach der 1000 Punkte-Regel, die jedes Gut speziell gewichtet, fährt ohne Gefahrgutsymbol, wer mit seiner Lademenge unter 1000 Punkten bleibt. Zusätzlichen Spielraum bietet die LQ-Regel. Diese nimmt Güter aus der Punkte-Bewertung heraus, die mit bis zu 30 Kilo Bruttogewicht in zusammengesetzten Verpackungen transportiert werden, oder mit bis zu 20 Kilo Gewicht in Verpackungen, die zusätzlich mit Folie umhüllt sind.

Die jüngste Weiterentwicklung der Business-Software Tradesprint hat Cormeta auf Kundenwunsch realisiert. Dank zahlreicher SAP-EH&S-Installationen für Pharmakunden kannten sich die SAP-Experten bereits vorher mit Gefahrgut aus.

www.cormeta.de

Bildquelle: © Oliver Moosdorf/pixelio.de


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