17.10.2011
Business Process Management
Von: Sandra Hofer

Schwering & Hasse überwacht Produktionsprozesse

Event Processing von Progress

Mit einer Event-Processing-Lösung auf Basis von Progress Apama überwacht Drahthersteller Schwering & Hasse seine Produktionsprozesse.


Die Software analysiert und aggregiert große Datenmengen in Echtzeit und soll eine sofortige Reaktion auf Störungen erlauben. Schwering & Hasse, mit Sitz im westfälischen Lügde, ist einer der führenden Hersteller von lackisolierten Kupferdrähten, wie sie vor allem in Elektromotoren oder elektronischen Bauteilen zum Einsatz kommen. Das Unternehmen beliefert Industrieunternehmen wie Bosch, ABB, Siemens, Rockwell oder Linde mit passgenauen Lösungen.

Dafür ist eine Produktion auf höchstem Qualitätsniveau erforderlich, da ein fehlerfreier Draht die Voraussetzung für das einwandfreie Funktionieren der jeweiligen Bauteile ist. Der Hersteller muss seine Qualitätssicherung detailliert dokumentieren, um bei etwaigen Fehlern, die in der Weiterverarbeitung auftreten, nicht Regressansprüchen ausgesetzt zu sein.

Im Zuge einer Qualitätsoffensive hat Schwering & Hasse nun seine Produktionssysteme so umgestellt, dass in dem rund um die Uhr laufenden Herstellungsprozess eine noch genauere Qualitätskontrolle möglich ist. Mit neuen Maschinen und Sensoren fallen bei den BDE-Systemen jedoch immense Datenmengen an, die mit den herkömmlichen Technologien nicht mehr verarbeitet werden können.

Schwering & Hasse hat daher zusammen mit der Jäger ProzessInnovationen Informatik GmbH in Stadthagen eine neue, an die ERP-Plattform proALPHA angebundene Lösung entwickelt, die diese Daten sammelt, analysiert und an die ERP-Systeme weiterleitet.

Die neue Lösung wurde auf Basis von Apama, der Event-Processing-Plattform von Progress erstellt. Dabei werden laut Unternehmen große Mengen von Messwerten (Events) nach einem komplexen Regelwerk in Echtzeit automatisch analysiert und aggregiert. Die Software erkennt sofort Fehlermuster oder Abweichungen von Soll-Zuständen, so dass das Bedienpersonal ohne Verzögerung reagieren kann. Schwering & Hasse kann auf diese Weise die Qualität seiner Produktion erhöhen und durch die Verringerung von Ausschuss Kosten reduzieren.

„Die Anforderungen an die Qualitätssicherung steigen, und wer sich mit technischen Produkten in neuen Märkten positionieren will, darf hier keine Kompromisse eingehen", erläutert Dirk Jäger, IT-Verantwortlicher und Projektleiter bei Schwering & Hasse. „Mit der neuen Event-Processing-Software sind wir in der Lage, unsere Produktionsprozesse mit wesentlich feinerer Granularität zu überwachen und so einen höheren Qualitätsstandard zu erreichen."

Tobias Gerber, M.Sc., Researcher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern ergänzt: „Transparente Produktionssysteme sind für Unternehmen im internationalen Wettbewerb ein Schlüssel zur Stärkung und Ausbau ihrer Marktposition. Hierzu müssen Informationen durch geeignete Kommunikationsschnittstellen von der Anlage und ihrem Umfeld gesammelt, aggregiert und in Software-Systemen verarbeitet werden. Am Beispiel von Schwering & Hasse lässt sich hervorragend darstellen, wie fortschrittliche mittelständische Unternehmen bereits heute von einer solchen Transparenz in
ihren Produktionssystemen, in Kombination mit hochentwickelten Software-Systemen wie Apama, profitieren können."

www.progress.com
www.sh-elektrodraht.de



Bildquelle: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt /Pixelio


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