06.08.2012
Energieeffizienz
Von: Kathrin Gmyrek

Sauter und SAP präsentieren Softwareprototyp

Energieverbräuche senken

Sauter, Lösungsanbieter für Gebäudeautomationstechnologie, entwickelte in Zusammenarbeit mit SAP einen Softwareprototypen für ein EMS-PPS-System.


Seit Januar 2012 ist Sauter Partner der Future Factory Initiative von SAP. Die beiden Unternehmen haben gemeinsam einen Prototyp für ein EMS-PPS-System entwickelt

Energiekosten stellen einen wachsenden Anteil der Gesamtkosten industrieller Produktion dar. Zur Erfassung, Auswertung und Optimierung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Kosten gibt es daher spezielle Softwarelösungen. Während die meisten Systeme zur Ressourcenplanung von Unternehmen sowie zur Produktionsplanung und -steuerung (PPS) in der Lage sind, den Rohmaterialverbrauch, die Maschinennutzung und Transportwege zu optimieren, fehlt es vielen an Funktionen bezüglich des Energieverbrauchs (Energy Management Solution, EMS).

Seit Januar 2012 ist Sauter Partner der Future Factory Initiative von SAP. Die Forschungsabteilung SAP Research hat die Initiative ins Leben gerufen, um die Forschung und Co-Innovation für die Fertigungs- und Prozessindustrie voranzutreiben

Prototyp erfolgreich getestet

Als Teil dieser Zusammenarbeit haben die beiden Unternehmen gemeinsam einen Prototyp für ein EMS-PPS-System entwickelt. Dieses untersucht, wie sich der Energieverbrauch eines Produktionssystems – also von Produktionsanlagen und Gebäuden – an das stetig variierende Angebot erneuerbarer Energien anpassen lässt. Dabei sollen sämtliche für den Energieverbrauch relevanten Prozesse und Gebäude in die Analyse mit einbezogen werden. Auch das Angebot an regenerativen Energiequellen und Faktoren wie der Produktbedarf oder das Vorhersagen des Energieangebots werden laut Unternehmen berücksichtigt. Die Software soll den Verbrauch einzelner Systeme analysieren und aus diesen Rohdaten Verbrauchsprofile errechen. Zusammen mit Vorhersagen zum Energieangebot werden diese im PPS korreliert und mögliche Diskrepanzen durch Anpassung des Produktionsplans minimiert, heißt es.

Zudem können dank dieser Erfassung die für die Herstellung eines Produkts tatsächlich aufzuwendenden Ressourcen in eine Produkt-CO2-Bilanz umgerechnet werden. Ziel ist es, eine energieoptimierte Produktionssteuerung zu erreichen, bei der sich Angebot und Nachfrage möglichst deckungsgleich verhalten.

www.sauter-cumulus.de
www.sap.com

Bildquelle: © Sauter


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