10.10.2012
Interview, Infrastruktur
Von: Gesa Müller

Interview mit Sinisa Romic, IT-Administrator eines mittelständischen Sanitärgroßhändlers

Einheitliche Lösung vom Call Center bis zur Laderampe

Interview mit Sinisa Romic, IT-Administrator eines Sanitär-großhändlers, der in Zusammenarbeit mit dem Systemhaus Bükotec den Wechsel auf HP Thin Clients vorgenommen hat.


„Die Verwaltung der IT-Infrastruktur nimmt weniger Ressourcen in Anspruch", so Sinisa Romic.

ITM: Herr Romic, warum hat sich Ihr Unternehmen für einen Wechsel zu Thin Clients entschieden?
Sinisa Romic:
Wir wollten eine einheitliche IT-Lösung für das gesamte Unternehmen, angefangen vom Call Center bis zur Laderampe, die leicht zu managen und außerdem für die geplante Desktopvirtualisierung geeignet ist. Wichtig war uns dabei auch, unseren Mitarbeitern ergonomische und optisch ansprechende Arbeitsplätze sowie eine einheitliche Nutzererfahrung zu bieten.

ITM: Wie sah die IT-Infrastruktur vor dem Wechsel aus?
Romic:
Wir hatten hauptsächlich klassische Desktop-PCs im Einsatz, vereinzelt bereits Thin Clients von HP. Eine einheitliche Lösung gab es nicht, was einen erheblichen Verwaltungsaufwand für unsere IT-Manager bedeutete, und, ganz nebenbei bemerkt, auch optisch nicht besonders ansprechend war.

ITM: Was sprach für Thin Clients von HP?
Romic:
Wir hatten bereits seit längerem Ausstattung von HP im Einsatz und waren zufrieden, deshalb war die Wahl naheliegend. Vor der Entscheidung wurden außerdem Teststellungen vereinbart, so dass wir nicht die „Katze im Sack“ kaufen mussten. Ein wesentlicher Vorteil von HP ist, dass alles aus einer Hand angeboten wird. Neben den Thin Clients haben wir uns für hochwertige Bildschirme im 24-Zoll-Format entschieden. Die Thin Clients können über das HP Integrated Workcenter direkt an den Bildschirmen befestigt werden, so dass die Gesamtlösung optisch sehr gut aussieht. Überzeugt hat uns außerdem die Softwarelösung, der HP Device Manager, mit dem wir die Thin Clients über alle Niederlassungen hinweg und in der geplanten virtuellen Umgebung verwalten können. Mit Bükotec hatten wir einen hilfreichen Partner an der Seite, von der Bereitstellung der Produkte über das Roll-Out der 400 Thin Clients in 23 Niederlassungen bis hin zur Schulung unserer IT Administratoren.

ITM: Wie aufwendig war der Wechsel und wo lagen die besonderen Herausforderungen?
Romic:
Alles in allem hat der Wechsel circa neun Wochen in Anspruch genommen. Das ist angesichts der Vielzahl an Arbeitsplätzen, die neu ausgestattet wurden, keine lange Zeit, muss vorab aber natürlich entsprechend eingeplant werden. Wichtig bei einem solchen Wechsel ist, die Erwartungshaltung und Bedürfnisse der Mitarbeiter einzubeziehen: Oftmals herrscht hier die Befürchtung, der Umstieg auf einen Thin Client könnte weniger Leistung und Flexibilität bedeuten, als sie ein klassischer PC bietet.

ITM: Wie haben die Mitarbeiter diesen Wechsel aufgenommen?
Romic:
Die Bedenken der Mitarbeiter haben sich nicht bewahrheitet, es gab ausschließlich gutes Feedback. Positiv bewertet wird, dass nun bei allen Anwendern die Benutzeroberfläche gleich ist und viele anwendungsspezifische Fragen selbst gelöst werden können. Wichtigste Kriterien für die Mitarbeiterzufriedenheit: die neuen Produkte sehen gut aus, die Arbeitsplätze sind ergonomisch und in punkto Geschwindigkeit und Leistung stehen die HP Thin Clients den klassischen Desktop PCs in nichts nach.

ITM: In welchen Anwendungsszenarien werden die Geräte nun eingesetzt?
Romic:
Die HP Thin Clients werden bei uns über alle 23 Niederlassungen hinweg in den Call Centern, im Vertrieb, im Home Office, im Lager und sogar an den Verladerampen eingesetzt. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen und Einsatzgebieten in den verschiedenen Niederlassungen, wurden die Thin Clients mit spezifischen Images betankt, so dass alle Arbeitsbereiche abgedeckt werden können. Direkt auf den Clients laufen Anwendungen wie Team-Talk oder der Internet Explorer 8.0.

ITM: Hat sich der Ressourcen- und Kostenaufwand gerechnet?
Romic:
Wir haben den Umstieg zu einem Zeitpunkt vorgenommen, an dem ein Generationenwechsel und eine entsprechende Investition anstand. Im Vergleich zu klassischen Desktop-PCs sind die Thin Clients von HP in der Anschaffung preiswerter. Der wichtigste Aspekt ist, dass die Verwaltung der IT-Infrastruktur seit dem Wechsel weniger Ressourcen in Anspruch nimmt, außerdem können Störungen schneller behoben werden, ohne Arbeitsprozesse langfristig zu unterbrechen.


Aktuelle Ausgabe

Titelinterview: IT-Outsourcing
mit Marc Neuschl und Thorsten Weber, Deutsche See GmbH

Kostenvergleich von Cloud-Lösungen
Was kosten Cloud-Services?

CRM-Software
Customer Experience Management für den Mittelstand

Neue Wege des Arbeitens

Windows 8
Mit mehr Sicherheit besser - und flexibler

Das neue Office
Immer und überall produktiv

Internet Explorer
Der Webbrowser rückt in den Fokus

Interview mit Marc Neuschl, IT-Verantwortlicher bei der Fischmanufaktur Deutsche See, und IT-Projektleiter Thorsten Weber

Im Gespräch mit IT-MITTELSTAND erläutern Marc Neuschl, IT-Verantwortlicher bei der Fischmanufaktur Deutsche See, und IT-Projektleiter Thorsten Weber, warum man bereits seit über zwölf Jahren auf IT-Outsourcing setzt und mit welchem Aufwand im vergangenen Jahr der Wechsel vom alten zum neuen Servicepartner verbunden war...mehr lesen »

IT Mittelstand Newsletter
Cloud Computing: Was kosten Cloud-Services?

Günstige und flexible Services aus der Cloud für standardisierte IT-Prozesse sind verlockend. Mittelständische Unternehmen sollten potentielle Cloud-Lösungen allerdings genau kalkulieren und Preise vergleichen...mehr lesen »