Innovation
E-Reader-Technologie am Regal
Neue Anwendungen für bekannte Technologien sind manchmal verblüffend einfach: Das elektronische Papier der E-Book-Reader arbeitet auch als Preisetikett.

Preisschilder - oft noch aus richtigem Papier
Echte Neuerungen ziehen einen langen Zug aus Folgeinnovationen hinter sich her. Fast jede gute Erfindung lässt sich in andere Bereiche übertragen - zum Beispiel Elektrisches Papier (bekannt als "ePaper" oder "E-Ink"), das in E-Bookreadern genutzt wird.
Das ePaper-Display wirkt wie bedrucktes Papier, Texte sind leicht lesbar, flimmerfrei, kontraststark und spiegeln nicht. Diese Vorteile haben die Entwickler vom Systemhaus maxess auf eine Idee gebracht: Es müssen ja nicht nur E-Books angezeigt werden, Preisangaben in Supermarktregalen wären damit auch darstellbar.
Und damit war die Idee für eine moderne Alternative zu Papier- und LCD-Etiketten geboren. Die ePaper-Lösung zeigt neue Wege in der Preisauszeichnung. Das mühsame Ausdrucken und Verkleben von Papier ist im Handel schon länger von gestern. Doch die beliebten LCD-Etiketten sind nicht optimal: Sie sind schlecht lesbar und verbrauchen relativ viel Strom, vor allem mit Blick auf den Einsatz in einem großen Filialnetz.
ePaper-Etiketten ermöglichen dem Nutzer automatische Änderungen der Preisschilder in Sekunden an allen Standorten. Dadurch sind sie optimal geeignet für wechselnde Beschriftungen. Die Pflege der darzustellenden Inhalte kann dank drahtloser, bidirektionaler Datenübertragung via Accesspoint zentral erfolgen.
Dadurch wird der Aufwand vor Ort verkleinert und eine schnelle Reaktionszeit an allen Standorten gewährleistet. Anders als die einfach ausgelegten LCD-Anzeigen bieten die ePaper-Etiketten alle Möglichkeiten eines hochauflösenden Grafikdisplays - wenn auch nur in Schwarzweiß. Neben den Preisen können auch Barcodes, Produktbilder und Logos angezeigt. werden.
Ein zweiter wichtiger Vorteil: Der Stromverbrauch ist geringer als bei LCD-Etiketten. Die ePaper-Technologie benötigt Strom lediglich zum Aufbau der angezeigten Bilder und Texte. Die eigentliche Anzeige benötigt also nach dem Einstellen der Preise keinen Strom, lediglich der integrierte Funkchip muss unter Spannung gehalten werden.
Bildquelle: Veit Kern / pixelio.de
Titelinterview
mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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