25.04.2012
Sicherheit
Von: Barbara Hinger

Niederösterreichisches Pressehaus nutzt Security-Lösung von Watchguard

E-Mail-Bedrohungen mit Sicherheit abwenden

Medienunternehmen senden und empfangen jeden Tag große Mengen sensibler Daten – vor allem per E-Mail. Dabei kämpfen sie mit Bedrohungen wie Spam, Viren und Malware. Beim Niederösterreichischen Pressehaus und seiner rund um die Uhr laufenden Druckerei ist – neben der zuverlässigen Abwehr dieser Angriffe – auch die Hochverfügbarkeit der Security-Lösung von großer Bedeutung. Seinen E-Mail-Verkehr schützt das Unternehmen mit einer Security-Lösung von Watchguard.


Austausch und Weiterverarbeitung von Informationen – und das oft rund um die Uhr – sind für einen Medienbetrieb nicht nur Werkzeug der täglichen Arbeit, sondern auch Teil der Kernkompetenz und damit ein wichtiger, den Unternehmenserfolg bestimmender, geschäftlicher Faktor. Eine Vielzahl der benötigten Daten gelangt per E-Mail zu den Journalisten, Verwaltungsangestellten und Druckereimitarbeitern ins Niederösterreichische Pressehaus. Leider wird der elektronische Datenverkehr aber auch von Hackern und Kriminellen zunehmend als lohnendes Angriffsziel betrachtet. Sie verbreiten auf diesem Weg Malware, Viren und Spam – die, wenn sie nicht durch Security-Einrichtungen daran gehindert werden, großen Schaden anrichten – bis hin zum Ausfall von Systemen und Maschinen im Produktionsprozess. Einer der sensiblen Bereiche ist die große Druckerei, die neben den hausinternen Zeitungen rund 200 weitere Magazine und Zeitschriften herstellt. „Damit wir das leisten können, arbeitet die Druckerei im Dreischichtbetrieb und muss 24 Stunden und sieben Tage die Woche störungsfrei laufen. Das erhöht die Anforderungen an eine ausfallsichere IT. Wir können uns keine Stillstandzeiten leisten und benötigen daher Hochverfügbarkeit“, erklärt Gernot Praschl, Security-Experte beim Niederösterreichischen Pressehaus.

Kampf dem Spam


Im gesamten Unternehmen verfügen nahezu alle 500 Mitarbeiter über einen E-Mail-Anschluss, etwa 20 Prozent davon greifen auch mobil auf das Firmennetzwerk zu. „Spam wird zunehmend trickreicher gestaltet und gezielter versendet“, so Praschl. Für die Content-Security setzte das Niederösterreichische Pressehaus bislang einen Mail-Gateway-Cluster ein, der jedoch nicht mehr alle Anforderungen erfüllte und durch eine moderne Security-Appliance ersetzt werden sollte. „Für uns war wichtig, dass das neue System wirksame Werkzeuge gegen Spam bereitstellt, Hochverfügbarkeit garantiert und mit einem sehr geringen Administrationsaufwand betrieben werden kann“, fasst Praschl die kritischen Punkte zusammen. Mit Watchguard (vormals Borderware) verbindet das Niederösterreichische Pressehaus bereits eine längere Zusammenarbeit – Praschl hebt hier vor allem die kompetente Beratung und die raschen Reaktionszeiten hervor. Aus diesem Grund entschied man sich zur Jahresmitte 2011 wieder für eine Security-Lösung des Anbieters: Die Content-Security-Appliance XCS 570 sollte künftig den E-Mail-Verkehr des Unternehmens überwachen.

Insgesamt zwei Watchguard XCS 570 Appliances hat das niederösterreichische Medienunternehmen nun im Einsatz. Die Installation der Geräte war laut Unternehmen denkbar einfach. „Wir konnten die Geräte innerhalb eines Tages zum Laufen bringen und konfigurieren – ohne, dass der laufende Betrieb dadurch beeinträchtigt wurde“, erklärt Praschl. Die Lösung filtert den E-Mail-Verkehr sehr zuverlässig und erkennt dank der Reputation-Authority-Funktion so gut wie alle Spam-Mails. Dabei vergleicht die XCS 570 eingehende Mail-Absender und -Inhalte fortlaufend mit einer cloudbasierten, ständig aktualisierten Datenbank, in der alle zum jeweiligen Zeitpunkt bekannten Bedrohungen gespeichert sind, und blockt schon beim Verbindungsaufbau den Großteil der Mails, die Spam, Malware, Spyware, Malicious Code, Phishing und Netzwerkbedrohungen beinhalten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Anzahl der sogenannten „False Positives“ – der als möglicherweise gefährlich eingestuften Mails, die in Quarantäne genommen werden müssen – sehr gering bleibt.

Damit während des Sicherheitschecks durch die XCS 570 keine E-Mail verloren gehen kann, setzt das Niederösterreichische Pressehaus auf zwei redundante Appliances und das Verfahren der Queue Replication. Dabei wird im Zuge des Prozesses jede empfangene E-Mail noch vor der Prüfung von der einen Security-Box automatisch auf die andere repliziert. Während der Kontrolle und Filterung bleibt die Nachricht doppelt vorhanden, solange, bis die endgültige Zustellung an den Mail-Empfänger erfolgt ist. Sollte eine Appliance ausfallen, ist durch diese Vorgangsweise sichergestellt, dass keine E-Mail verschwindet. „Die integrierte Queue-Replication-Funktion ist ein wirklicher Pluspunkt der Lösung gegenüber anderen Systemen am Markt“, erläutert Praschl.  

Zentrales Management


Neben der Verfügbarkeit hat sich durch den Einsatz der neuen XCS 570 Appliances auch die Administration entscheidend verbessert. „Wir haben die beiden Geräte in einem sogenannten Cluster zusammengeschaltet. Das heißt, sie arbeiten als eine logische Einheit, die von jedem der beiden daran beteiligten Systeme aus angesteuert werden kann. Eine separate Management-konsole ist dadurch nicht notwendig. Das spart Aufwand und Zeit“, erklärt Praschl. Das Logging und das Reporting der Sicherheitslösung erfolgt dabei über die dafür definierte Masterbox. „Sollten wir in Zukunft weitere Watchguard-Appliances in den Cluster einfügen wollen, so ist das möglich, ohne den laufenden Prozess zu unterbrechen. Das ist sehr praktisch und erleichtert die tägliche Administration erheblich“, so Praschl. Das Niederösterreichische Pressehaus war sowohl mit der Unterstützung bei der Inbetriebnahme als auch mit Wartung und Support der Security-Lösung durch die Watchguard-Vertragspartner Kapsch BusinessCom AG, Österreichs führendem IT-, Netzwerk- und Security-Dienstleistungsanbieter und Triple AcceSSS IT, einem der führenden Value-Added-Distributoren für IT Security-, Communications- und Infrastructure-Lösungen in Österreich, der Schweiz und Osteuropa, sehr zufrieden. Schnelle Reaktionszeiten sorgen im Supportfall für rasche Hilfe. Bei Ausfällen der Hardware garantiert der redundante Aufbau mit zwei Appliances, dass es zu keinem Datenverlust kommt. „Lässt sich eine Box nicht reparieren, erhalten wir innerhalb des ‚Next Business Day’ ein Austauschgerät. Dadurch können wir sicherstellen, dass die wirksame Kontrolle unseres E-Mail-Verkehrs zu jeder Zeit gewährleistet ist. Die Lösung erfüllt unsere Anforderungen damit voll und ganz“, zeigt sich Praschl zufrieden.


Niederösterreichisches Pressehaus

  • Gründung: 1874
  • Sitz: St. Pölten
  • Mitarbeiterzahl: 500
  • Branche: Zeitungsverlag (Niederösterreichische Nachrichten – NÖN, Burgenländische Volkszeitung – BVZ und mehrere Gratiszeitungen), Residenz-Buchverlag sowie Druckerei
  • Hintergrund: Das Unternehmen befindet sich zu 54 Prozent im Eigentum des r.k. Bistums St. Pölten, zu 26 Prozent im Eigentum des Pressevereins der Diözese St. Pölten und zu 20 Prozent im Eigentum der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien.

www.pressehaus.at

 

Bildquelle: © iStockphoto.com/eyeidea


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