Cloud Computing im Mittelstand
Doch nicht so flexibel?
Der Bezug von Rechenleistung über das Internet, gemeinhin unter dem Etikett Cloud Computing vermarktet, verspricht Flexibilität. „Die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT“ – quasi aus der vielzitierten Steckdose – ist in diesem Zusammenhang ein gerne gebrauchtes Schlagwort der Anbieter.

Der Haken ist allerdings, dass die verschiedenen Services untereinander nicht kompatibel sind. Viele Cloud-Dienste laufen unter Linux, wodurch eine Anbindung an Microsofts Cloud-Betriebssystem Azure beispielsweise nicht so ohne weiteres möglich ist. Und da sich kaum ein IT-Verantwortlicher von jetzt auf gleich auf die Suche nach einer kompletten und durchgängigen Cloud-Lösung eines Anbieters machen wird, sondern peu à peu einige für sein Unternehmen geeignete Dienste herauspicken wird – entweder als Ergänzung oder Ablösung einer konventionell lizenzierten Applikation – ist bereits an dieser Stelle Vorsicht geboten.
Ein weiterer Fallstrick dürfte die Vertragsgestaltung sein. Denn ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen wird man nicht von einem Tag auf den anderen aus einem laufenden Vertrag herauskommen. Haarig wird es dann, wenn der Cloud-Anbieter auf Vertragserfüllung pocht und dem Anwender seine Daten nicht zur Verfügung stellt. An dieser Stelle dürfte in Zukunft noch einiges Konfliktpotential lauern. Wenn man sich alleine vor Augen führt, welch ein Drama es sein kann, eine Mobilfunknummer mit zu seinem neuen Anbieter zu nehmen...
Bildquelle: © Sabine Ullmann/pixelio.de
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mit Dr.-Ing. Eggert de Weldige, Technischer Geschäftsführer der Maschinenfabrik Köppern, und IT-Leiter Andreas Engelbrecht
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