12.09.2011
Storage Speichermanagement
Von: Ingo Steinhaus

HD-Storage

Die Fahnenstange reicht noch

Eine völlig normale Festplatte in einem völlig durchschnittlichen PC hat Platz für ein Terabyte Daten. Inzwischen passt diese Menge schon auf eine Scheibe.


Die Festplatte ist noch nicht ausgereizt

Ein Blick in die Vergangenheit: Vor gut 25 Jahren bot eine interne Festplatte für einen PC 10 MB Speicherplatz an und kostete umgerechnet etwa 500 Euro. Heute bekommt man bei einem größeren Fachmarkt für diesen Preis Festplatten mit vier Terabyte Speicherplatz. Dabei sind sie heutzutage deutlich kleiner und bieten immer mehr Speicherplatz.

Die Hersteller kommen dabei den physikalischen Grenzen der Magnetspeicherung immer näher. Im letzten Vierteljahrhundert haben sie dank zahlreicher technischer Neuentwicklungen den Platz zum Speichern eines Bits kontinuierlich verkleinern können. Irgendwann ist die Speicherdichte auf den Metallscheiben der Festplatten derartig dicht, dass eine sichere Datenspeicherung nicht mehr funktioniert.

Wenn die magnetische Bereiche, die für ein Datenbit stehen, eine bestimmte Größe unterschreiten, ist das so genannte "paramagnetische Limit" erreicht. Bereits kleine Temperaturschwankungen liefern dann genug Energie, um die Richtung der Magnetisierung zu ändern. Ein Bit verändert dann seinen Informationsgehalt, Daten werden nicht mehr zuverlässig gespeichert.

Der Nachfolger: Bessere Festplatten

Schon seit Jahren suchen Wissenschaftler an den Nachfolgern der Festplatte. General Electric zum Beispiel forscht an holografischen Speichern, die pro Disk ein Terabyte Kapazität haben. IBM entwickelt mögliche Nachfolger der Flash-Speichertechnik, die hohe Kapazität und Langlebigkeit vereinen.

Diesen und ähnlichen Projekten ist eines gemeinsam: in Zukunft sollen Daten nicht mehr als magnetische Information auf Metallscheiben gespeichert und auf mechanischem Wege geschrieben und gelesen werden. Magnetische Informationen sind empfindlich und die Mechanik setzt der Verarbeitungsgeschwindigkeit Grenzen.

Doch noch ist die Festplattentechnik nicht am Ende der Fahnenstange. Eine kostengünstige Festplatte mit durchschnittlichen Leistungsdaten hat auch heute immer noch die "klassische" Umdrehungszahl von 5.400 RPM - wie vor 25 Jahren. Aber es gibt bereits Festplatten, die 600 Gigabyte Daten speichern und mit sagenhaften 15.000 RPM drehen.

Und noch eine weitere Leistungsgrenze ist geknackt: Hitachi GST liefert als erster Hersteller 3,5-Zoll-HDs aus, die ein Terabyte Kapazität pro Scheibe bieten. Die entspricht einer Speicherdichte von 569 Gigabit pro Quadratzoll. Noch vor einem Jahr schien diese Technologie in weiter Ferne zu stehen. Doch offensichtlich lohnen sich Forschung und Hartnäckigkeit.

Bildquelle: Rolf van Melis / pixelio.de


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