Cloud Computing
Die eigene Cloud ohne Rechenzentrum
Eine "Private Cloud" für kleinste Budgets bietet die Server-Anwendung ownCloud 2012. Die Software ist Open Source, nur der Enterprise-Support kostet.

Die eigene Cloud
Dateien online ablegen, Adressbuch und Kalender auf allen Geräten inklusive Smartphone nutzen? Die Lösung für solche Aufgaben heißt häufig Cloud Computing mit Google Apps oder Office 365. Wer diesen Diensten in der "Public Cloud" aus Sicherheitsgründen misstraut und trotzdem den Komfort von Cloudservices nutzen will, muss eine "Private Cloud" nutzen.
Doch der Aufbau einer eigenen Cloud ist kompliziert und teuer. Der Einstieg in diese Technologie lohnt sich nur für größere Unternehmen. Eine kostengünstige Alternative für für kleinere mittelständische Unternehmen ist "ownCloud 2012". Die Software basiert auf dem Open-Source-Programm "ownCloud 3.0" für Privatanwender. Die Business-Edition bietet Clients für Mac, Linux, Windows, iOS und Android sowie technischen Support.
Der Punkt bei ownCloud: Für den Betrieb ist lediglich ein Linux-Server notwendig, der auch bei einem Hosting-Anbieter laufen kann. Der Anbieter muss nur die Installation des ownCloud-Servers erlauben und übernehmen. Die Kernfunktionen betreffen das schnelle und einfache Anbieten von Dateien, die abgesichert auf dem Server und anderen Laufwerken lagern.
ownCloud dient hierbei als lokales Verzeichnis, bei dem unterschiedliche lokale Speicher eingebunden werden. Und schon stehen die entsprechenden Dateien allen Mitarbeitern auf allen Geräten zur Verfügung. Daneben können Verzeichnisse auch über NFS und CIFS angebunden werden. Und selbst unterschiedliche Cloud-Storages lassen sich über die flexible Plug-In-Architektur von ownCloud mühelos einbinden.
Die ownCloud-Server sowie die Linux- und Windows-Clients sind kostenlos. Die iOS- und Android-Apps werden über die jeweiligen App Stores für 79 Cent angeboten. Geld will der Hersteller vor allem mit Support verdienen: So kostet die Business-Edition für die ersten 50 Nutzer 999 US-Dollar jährlich, die noch umfangreicheren Support bietende Enterprise Edition kostet 15.000 US-Dollar für die ersten 250 Nutzer.
Die Enterprise-Version bietet darüber hinaus Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der Benutzeroberfläche im Corporate Design, zusätzliche Management-Tools sowie eine Schnittstelle für Plugins, mit denen zum Beispiel die Daten oder Dateien von Geschäftsanwendungen in die eigene Cloud integriert werden können.
Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de
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