10.04.2012
Cloud Computing
Von: Ingo Steinhaus

Cloud Computing

Die eigene Cloud ohne Rechenzentrum

Eine "Private Cloud" für kleinste Budgets bietet die Server-Anwendung ownCloud 2012. Die Software ist Open Source, nur der Enterprise-Support kostet.


Die eigene Cloud

Dateien online ablegen, Adressbuch und Kalender auf allen Geräten inklusive Smartphone nutzen? Die Lösung für solche Aufgaben heißt häufig Cloud Computing mit Google Apps oder Office 365. Wer diesen Diensten in der "Public Cloud" aus Sicherheitsgründen misstraut und trotzdem den Komfort von Cloudservices nutzen will, muss eine "Private Cloud" nutzen.

Doch der Aufbau einer eigenen Cloud ist kompliziert und teuer. Der Einstieg in diese Technologie lohnt sich nur für größere Unternehmen. Eine kostengünstige Alternative für für kleinere mittelständische Unternehmen ist "ownCloud 2012". Die Software basiert auf dem Open-Source-Programm "ownCloud 3.0" für Privatanwender. Die Business-Edition bietet Clients für Mac, Linux, Windows, iOS und Android sowie technischen Support.

Der Punkt bei ownCloud: Für den Betrieb ist lediglich ein Linux-Server notwendig, der auch bei einem Hosting-Anbieter laufen kann. Der Anbieter muss nur die Installation des ownCloud-Servers erlauben und übernehmen. Die Kernfunktionen betreffen das schnelle und einfache Anbieten von Dateien, die abgesichert auf dem Server und anderen Laufwerken lagern.

ownCloud dient hierbei als lokales Verzeichnis, bei dem unterschiedliche lokale Speicher eingebunden werden. Und schon stehen die entsprechenden Dateien allen Mitarbeitern auf allen Geräten zur Verfügung. Daneben können Verzeichnisse auch über NFS und CIFS angebunden werden. Und selbst unterschiedliche Cloud-Storages lassen sich über die flexible Plug-In-Architektur von ownCloud mühelos einbinden.

Die ownCloud-Server sowie die Linux- und Windows-Clients sind kostenlos. Die iOS- und Android-Apps werden über die jeweiligen App Stores für 79 Cent angeboten. Geld will der Hersteller vor allem mit Support verdienen: So kostet die Business-Edition für die ersten 50 Nutzer 999 US-Dollar jährlich, die noch umfangreicheren Support bietende Enterprise Edition kostet 15.000 US-Dollar für die ersten 250 Nutzer.

Die Enterprise-Version bietet darüber hinaus Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der Benutzeroberfläche im Corporate Design, zusätzliche Management-Tools sowie eine Schnittstelle für Plugins, mit denen zum Beispiel die Daten oder Dateien von Geschäftsanwendungen in die eigene Cloud integriert werden können.

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de


Aktuelle Ausgabe

Titelinterview: Rechnungswesen
mit Bettina Trudel, Designagentur Take2

Lizenzmanagement
Softwarelizenzierung in virtuellen Umgebungen

Energiemanagement im Rechenzentrum
Energieeffizienter RZ-Betrieb

Neue Wege des Arbeitens

Windows 8
Mit mehr Sicherheit besser - und flexibler

Das neue Office
Immer und überall produktiv

Internet Explorer
Der Webbrowser rückt in den Fokus

Gewinnspiel Web-Adressbuch 2015

Die neue Ausgabe von "Das Web-Adressbuch für Deutschland" präsentiert wichtige Internetadressen auf einen Blick. Zu über 1.000 Themenbereichen werden Top-Adressen aus dem Internet übersichtlich präsentiert. Nutzer des Buches sollen sich so zeitraubendes Herumsurfen sowie das Durcharbeiten von Trefferlisten in Suchmaschinen sparen können.

IT-MITTELSTAND verlost dreimal je ein Exemplar der neuen Ausgabe von "Das Web-Adressbuch für Deutschland". >> Zum Gewinnspiel

Interview mit Bettina Trudel, Vertriebsverantwortliche Retail Deutschland der Designagentur Take2

IT-MITTELSTAND sprach mit Bettina Trudel von der Designagentur Take2, über die Herausforderung, Kreativität und kaufmännisches Denken unter einen Hut zu bringen. Während das Firmennetzwerk sukzessive modernisiert wurde und heute weitgehend aus Apple-Systemen besteht, setzt Take2 im Bereich Rechnungswesen seit nunmehr 15 Jahren auf eine Microsoft-basierte Finanzlösung...mehr lesen »

IT Mittelstand Newsletter
Softwarelizenzierung in virtuellen Umgebungen

Die Verwaltung von Softwarelizenzen ist insbesondere für Mittelständler ein schwieriges Unterfangen, da sie meist nicht die nötige Expertise, Tools und Ressourcen besitzen, um im Lizenzdschungel den Überblick zu behalten. Noch komplexer wird es für mittelständische Unternehmen, wenn sie in virtualisierten Umgebungen arbeiten....mehr lesen »