06.08.2012
Sicherheit
Von: Max Galland

Wachsendem Datenvolumen begegnen

Die Datenexplosion und ihre Folgen

Die Menge der Informationen wächst auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an – als Resultat nehmen Kosten und Probleme zu. Fest steht: Das Backup braucht eine Sanierung.


Laut der „State of Information 2012“-Umfrage (SOI) von Symantec häuften Firmen weltweit inzwischen einen 2,2 Zettabyte großen Datenberg an, der sich aus vertraulichen Kundeninformationen, geistigem Eigentum bis hin zu Einzelheiten über finanzielle Transaktionen zusammensetzt. Gerade den Mittelstand kostet das Vorhalten großer Datenmengen viel Geld. In einem typischen 50-Mann-Betrieb werden beispielsweise rund 145.000 Euro jährlich für das Informationsmanagement verwendet.

Datenvolumen nimmt zu

Vor allem das Volumen an intern und extern ausgetauschten Dateien nimmt konstant zu – darüber hinaus wächst auch die Dateigröße. Vor drei Jahren gaben nur sechs Prozent der rund 1.300 Befragten an, dass eine Datei, die sie per Filesharing austauschten, durchschnittlich mehr als ein Gigabyte umfasst. Heute beziffern 14 Prozent die aktuelle Durchschnittsgröße auf mehr als ein Gigabyte. Aber nicht nur die Masse ist beachtlich, sondern ebenso die wirtschaftliche Bedeutung der Daten. So zeigt die SOI-Studie, dass digitale Informationen in Deutschland zu 40 Prozent den Wert eines Unternehmens ausmachen.
Dieser Wert muss per Backup und Disaster Recovery gesichert werden. Allerdings hebelt Datenwachstum diese beiden Grunddisziplinen aus. So müssen IT-Administratoren immer strengere Service Level Agreements (SLA) bei diesen Disziplinen einhalten, während neue Technologien wie Virtualisierung die Menge der Daten und die Dichte der Systeme noch weiter steigern. Den Verantwortlichen gelingt es deshalb nicht, die vereinbarten Zeitfenster für das Backup einzuhalten.
Die Konsequenz: Firmen verlieren Daten. Die Gründe dafür reichen von menschlichem Versagen über Sicherheitslücken bis hin zu gestohlenen Geräten. Datenverluste haben zur Folge, dass Kunden abwandern, Image und Marke geschädigt wird und sich der Umsatz verringert – für Mittelständler besonders unangenehm.

Innerhalb der nächsten zwölf Monate wollen Unternehmen ein Drittel ihrer Tape-basierten Backup-Lösungen gegen Appliances und Backup aus der Cloud austauschen, so die Umfrage. Mittelständische Unternehmen werden allerdings zu einer Lösung wechseln wollen, die exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Insbesondere Firmen mit wenig internen IT-Ressourcen wollen frei entscheiden, ob sie die Lösung klassisch Inhouse, direkt als Dienst aus der Cloud, als fertig konfigurierte Appliance oder im Hybrid-Modus betreiben wollen. Um diese Vielfalt aus einer Hand zu bekommen, stellt Symantec etwa die Software „Backup Exec 2012“ bereit. Diese lässt sich inhouse installieren – Kunden können aber auch auf die BE 3600 Appliance ausweichen oder den „Be.Cloud“ als Software as a Service beziehen.

Die Backup-Software deckt sowohl die herkömmliche physische als auch die neue virtuelle Welt von VMware und Microsoft in einer Konsole ab. So lassen sich Kosten senken, ohne dass Unternehmen Kompromisse bei der Verfügbarkeit der Daten eingehen müssen. Die V-Ray-Technologie der Backup-Exec-Lösung schafft dazu den Überblick über physische wie auch virtuelle Umgebungen. Somit können Backups und Wiederherstellungen unter Verzicht auf verschiedene Einzellösungen durchgeführt werden. Recovery-Funktionen erlauben dabei die granulare Wiederherstellung einzelner Dateien aus virtuellen Maschinen, sei es ein Active-Directory-Objekt, eine Exchange-E-Mail oder ein Sharepoint-Dokument. Weiterhin bietet die Lösung dank Single-File-Recovery, Deduplizierung und dem Management von VMware-Hyper-V oder physischen Servern Einsparmöglichkeiten in den Bereichen Storage und Verwaltung.

 

Das 1x1 zur Vorbereitung auf IT-Pannen

Am Anfang steht die Planung
Damit sensible Daten bestmöglich geschützt sind, reicht der Schutz vor Viren und Malware nicht aus. Zu einem abgerundeten Sicherheitskonzept zählen außerdem Lösungen zu Backup und Wiederherstellung von Daten. Ein Disaster-Recovery-Plan (DR) ist essentiell und soll nicht erst erstellt werden, wenn bereits eine Datenpanne passiert ist.

Eine Strategie ist wichtig
Zur Datenauslagerung bietet sich ein Cloud-Backup an. Parallel dazu sollte ein automatisches Physical-to-Virtual-Backup (P2V) eingesetzt werden. Damit können Firmen bei einem Serverausfall ihre physischen und virtuellen Server wiederherstellen.

Informationsschutz
Für KMU ist es wichtig, auf eine umfassende Sicherheits- und Backup-Lösung zu setzen, um so ihre physischen, virtuellen und mobilen Systeme zu schützen.

Mobile Geräte nicht vergessen
Alle Arten von mobilen Geräten sollten im Sicherheitskonzept integriert sein. KMU sollten sich nicht auf den Schutz einzelner Geräte und Schnittstellen versteifen – vielmehr sollten die Informationen an sich geschützt werden, egal an welchem Ort und auf welchem Gerät diese gespeichert sind.

Bildquelle: © fatmayilmaz/istockphoto.com


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