23.05.2012
Virtualisierung
Von: Sandra Adelberger

Kommentar von Sandra Adelberger, Acronis

Der Königsweg ist die Gesamtlösung

Ein Kommentar von Sandra Adelberger, Director Product Management EMEA bei Acronis, über den Virtualisierungs-Boom im Mittelstand und den Vorteil einer integrierten Gesamtlösung.


Sandra Adelberger, Director Product Management EMEA bei Acronis

Das Thema Virtualisierung ist vom Hype zur Wirklichkeit geworden – immer mehr Unternehmen profitieren von den Vorteilen virtueller Umgebungen. Doch nicht in jedem Unternehmen wird Virtualisierung konsequent zu Ende gedacht. Werden auch die virtuellen Maschinen regelmäßig gesichert? Gibt es im Ernstfall einen umfassenden und realisierbaren Business-Continuity-Plan? Ein Plädoyer für eine umgebungsübergreifende Datensicherung.

Ob im Gespräch mit Kollegen anderer Unternehmen oder beim Blick in IT-Zeitschriften – an einem Thema kommt man heute nicht vorbei: Virtualisierung. Doch im Gegensatz zu vorherigen Jahren geht es inzwischen konkret um bestimmte Virtualisierungsprojekte, um Tipps und Tricks und um einen Erfahrungsaustausch. Dabei stehen die Vorteile virtueller Umgebungen im Vordergrund, etwa die optimale Auslastung vorhandener Ressourcen oder die Einsparung von Hardwarekosten. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist Virtualisierung zur wahren Erfolgsgeschichte geworden. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner wird die Implementierung virtueller Umgebungen bei KMUs in diesem Jahr um 21 Prozent steigen, bei großen Unternehmen erhöht sich der Wert lediglich um 14 Prozent.

Doch obwohl das Thema Virtualisierung so präsent ist, gibt es in Sachen Datensicherung in virtuellen Umgebungen großen Nachholbedarf. Denn egal ob die Daten in physischen oder virtuellen Umgebungen liegen – sollte der schlimmste Fall der Fälle eintreten und die Maschine ausfallen, müssen die verlorenen Daten innerhalb kürzester Zeit wieder zugänglich sein. Ein zentrales Ergebnis unseres „Disaster Recovery Index“, bei dem wir jährlich 6.000 mittelständischen IT-Managern befragen, aber war: Nur 37 Prozent der Unternehmen, die virtuelle Maschinen im Einsatz haben, sichern die virtuellen Maschinen täglich oder öfter. 33 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre virtuellen Maschinen seltener als ihre physischen sichern.

Dieses überraschende Ergebnis mag auf den ersten Blick nachvollziehbar sein: Viele Unternehmen sehen sich mit sinkenden IT-Budgets und schwindenden IT-Ressourcen konfrontiert, fühlen sich überfordert mit komplexer werdenden Technologien oder sehen schlicht keinen Bedarf, für den Ernstfall vorzusorgen. Für viele Unternehmen ist auch das schiere Nebeneinander mehrerer Backup-Lösungen für physische Server und Workstations einerseits und virtuellen Maschinen andererseits eine Herausforderung. Bei drei oder mehr Backup-Lösungen kann allein die Ausarbeitung eines Business-Continuity-Plans schon zur „Strafarbeit“ werden.

Konsolidierung aller Tools

Ein möglicher Weg aus der Bredouille, vielleicht sogar der Königsweg gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, liegt in einer integrierten Gesamtlösung: eine Lösung, mit der Windows- und Linux-Server, Workstations und Laptops, virtuelle Umgebungen und Cloud Storage zentral verwaltet werden können und die gleichzeitig Backup-, Disaster-Recovery- und Data-Protection-Funktionalitäten vereint. Denn die Konsolidierung aller Tools in einer Lösung erleichtert nicht nur die zentrale und automatisierte Steuerung über eine Konsole für alle Umgebungen. Der Datensicherungsprozess und damit auch im Ernstfall der Wiederherstellungsprozess werden einfacher, zuverlässiger und damit auch zeitsparender. Kosten und Risiken im Business-Continuity-Plan lassen sich leichter einschätzen und vorhersagen – das Risiko von Ausfallzeiten sinkt.

Und eines darf nicht vergessen werden: Diese Lösungen sind auch innovativer. Denn jüngere Technologien wie die Daten-ablage in der Cloud, die langsam den Kinderschuhen entwächst, werden eine immer wichtigere werdende Rolle in der Datenspeicherung einnehmen. Wer heute auch in dieser Beziehung schon an morgen denkt und entsprechende Funktionalitäten integriert, der könnte dem Wettbewerb eine Nasenlänge voraus sein.


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