22.05.2012
Virtualisierung, Infrastruktur
Von: Ingo Steinhaus

Windows auf dem Desktop

Das Ende von "Klickibunti"

Die Programmfenster und Bedienelemente von Windows verlieren ihren bunten Farbreigen, der klassische Desktop passt sich dem elegant-puristischen Metro-Design an.


Klar und übersichtlich: Der Desktop von Windows 8

Leider hat Microsoft bei der Gestaltung des Desktops von Windows Vista und 7 des Guten etwas zu viel getan - der Transparenzeffekt und die Verläufe auf den Fenstertiteln der Aero genannten Oberfläche sind häufig eher irritierend als eine wirkliche Hilfe. Doch die Zeit der Farbverläufe, runden Kanten, Schatten und grafischen Raffinessen auf dem Desktop endet.

Jensen Harris, der Verantwortliche für die Benutzeroberfläche von Windows 8 beschreibt die Ziele des neuen Oberflächen-Designs von Windows 8: "Unserer erstes Ziel war es, Windows mit visueller Harmonie auszustatten. Gleichzeitig wollten wir möglichst viel des bekannten Desktops von Windows 7 erhalten und die Kompatibilität bestehender Anwendungen nicht gefährden."

Im Ergebnis passt sich der Windows-Desktop stark an die Metro-Oberfläche an, behält aber seine Eigenständigkeit. Das neue Erscheinungsbild von Windows ist "eckig", klar strukturiert und bietet nur wenige starke Farben. Die Fenster sind frei von Rundungen und Transparenzen, zeigen deutlich weniger Farben und besitzen eine weiße Titelleiste.

Auch die meisten Steuerelemente (Schaltflächen, Schiebefelder und vieles mehr) sollen an diese Gestaltungsregeln angepasst werden. Die ersten Screenshots zeigen: Der Desktop von Windows 8 wirkt ähnlich wie die Metro-Oberfläche elegant und durch die mit Weißraum strukturierten Elemente deutlich edler als seine Vorgänger.

Einen ersten Eindruck von den Änderungen können Interessierte in der im Juni erscheinenden Release Preview von Windows 8 sehen. Microsoft wird aber wohl den Großteil der Design-Elemente erst in der endgültigen Version ausrollen - der Verzicht auf Aero ist eine eher kurzfristige Entscheidung und geschah in erster Linie aufgrund der Anwenderreaktionen. Und Aero-Fans dürften sicher bald entsprechende Nachrüstprodukte auf dem Markt finden.

Bildquelle: Microsoft


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