GI und Bitmi besiegeln Partnerschaft
Austausch zwischen Forschung und IT-Mittelstand
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und der Bundesverband IT Mittelstand e.V. (Bitmi) wollen den Austausch zwischen Forschung und IT-Mittelstand erleichtern und dem derzeitigen Fachkräftemangel mit knapp 40.000 fehlenden IT-Fachleuten gemeinsam entgegentreten.

GI-Präsident Oliver Günther (links) und Bitmi-Vorsitzender Oliver Grün
Die IT-Branche besteht in Deutschland zu 90 Prozent aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der Zugang zur Forschung und eigene Forschungs-aktivitäten sind für sie weit schwieriger zu bewerkstelligen als für die Global Player der IT-Industrie.
Um die Innovationsfähigkeit der KMU im IT-Segment zu steigern, will GI-Präsident Prof. Oliver Günther ihnen anwendungsorientierte Forschung zugänglicher machen. „Der Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis ist ein sehr wichtiger Aspekt. Daher ist eine strukturelle Verbesserung des Technologietransfers zwischen Hochschulen und der mittelständischen IT-Wirtschaft durch ein übergreifendes Wissensmanagement anzustreben", betont Dr. Oliver Grün, als Präsident des Verbands Bitmi, der mehr als 600 mittelständische IT-Unternehmen in Deutschland mit einem Umsatzvolumen von mehr als einer Milliarde Euro repräsentiert.
Hierzu richten GI und Bitmi eine Anlaufstelle ein, die zunächst einmal Kontakte zwischen den Mittelständlern und Hochschulen anbahnt und mittelfristig Forschungskooperationen initiieren soll. Um den Wissenstransfer zwischen Forschung und dem IT-Mittelstand zu erleichtern, wollen beide Verbände auf lokaler Ebene Hochschulen und Unternehmen zusammenbringen und über die GI-Weiterbildungstochter Deutsche Informatik Akademie (DIA) auch praxisrelevante Seminare entwickeln. Geplant sind auch gemeinsame Aktionen und Kampagnen für die schulischen Nachwuchsförderung, die fachliche und berufliche Weiterbildung und die politische Willensbildung.
Bereits heute arbeiten laut Grün 85 Prozent aller Auszubildenden der deutschen IT-Branche in mittelständischen Unternehmen. „Ich freue mich, dass wir mit dem Bitmi einen direkten Draht zum Mittelstand gefunden haben“, betont GI-Präsident Günther. „Nur durch den steten Austausch zwischen Forschung und Industrie können die Unternehmen in Deutschland auf dem neuesten Stand der Entwicklung und damit wettbewerbsfähig bleiben." Gegründet im Jahr 1969 ist die GI heute mit rund 20.00 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikern im deutschsprachigen Raum.
Bildquelle: Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)
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