27.07.2012
E-Business Webshops
Von: Daniel Wette

Tipps & Tricks für die Suchmaschinenoptimierung

Acht Mythen über Online-Marketing

Daniel Wette, CTO bei der Fairrank Deutschland GmbH und als Innovationsmanager mitverantwortlich für die Entwicklung der Software Rankingcoach, räumt mit Legenden rund um Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf.


Daniel Wette ist CTO bei der Fairrank Deutschland GmbH.

Das Suchverhalten von Internetnutzern hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Menschen sind permanent online, vergleichen Preise, lassen sich Wegbeschreibungen anzeigen, informieren sich über das Tagesgeschehen, kaufen ein und holen sich Ratschläge bzw. Empfehlungen von Freunden in sozialen Netzen. Durch dieses Verhalten verschieben sich auch die Anforderungen an Unternehmen wie sie im Internet agieren und sich darstellen sollten.

Eine „normale“ statische Webseite reicht nicht mehr aus, um Neukunden zu generieren oder sich als Experte für eine bestimmte Dienstleistung oder ein bestimmtes Produkt zu positionieren. Die weltweit stärkste Suchmaschine Google verbessert und verfeinert stetig seine Algorithmen, um Suchenden ein möglichst optimales Ergebnis zu entsprechenden Suchanfragen zu präsentieren. Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Online-Marketing werden zukünftig für viele Unternehmen die Eckpfeiler einer erfolgreichen Strategie sein. Gerade um SEO ranken sich einige Legenden. Manche Mythen im Bereich Suchmaschinenoptimierung halten sich so hartnäckig wie der weihnachtliche Winterspeck vor der Eröffnung der Bikinisaison. Daher soll im Folgenden mit einigen aufgeräumt werden:

1. Viele eingehende Links sind gut für das Ranking.
Mittlerweile bewertet Google eingehende Links anders als noch vor ein, zwei Jahren. Galten früher möglichst viele eingehende Links, also eine hohe Linkpopularität, als ein Garant in den oberen Suchergebnissen der Suchmaschine aufzutauchen, definierte Google seine Kriterien dahingehend, dass neben der bloßen Anzahl der eingehenden Links auch die Domain- und IP-Popularität sowie die thematische Qualität der Links und deren Position auf der Webseite eine Rolle spielen.

2. Eine hohe Keyworddichte ist wichtig.
Die Keyworddichte (die Häufigkeit der Keywords auf einer Webseite) bildet für Google kaum noch eine relevante Größe bei der Bewertung einer Seite. Dennoch muss das Keyword im Text vorkommen: Es gilt ein harmonisches Zusammenspiel aus den Keywords und deren Positionierung in themenrelevanten Inhalten zu finden. Der Fokus bei der Texterstellung sollte stets auf dem Besucher liegen. So sind Fragen wie „Was erwartet ein Besucher meiner Webseite auf dieser zu finden?“ hilfreich beim Verfassen.

3. Linkaufbau: Schnell hilft viel!
Für Google ist es mittlerweile einfach zu erkennen, ob eine Webseite beispielsweise durch ein Tool in Hunderten von Webkatalogen, Linkverzeichnissen und Suchmaschinen eingetragen wurden. So wurden im Rahmen des Penguin-Updates vermehrt krakenhafte Artikelverzeichnisse durch Google abgestraft – deshalb Hände weg von solchen Angeboten!

4. SEO muss von einem Vollprofil gemacht werden.
Entschloss sich ein Unternehmen bislang Suchmaschinenoptimierung für ihr Unternehmen zu betreiben bzw. aktiv Online-Marketing, stand die Frage „Inhouse-SEO oder externe SEO-Agentur?“ im Raum. Somit waren die Kosten erst einmal kaum kalkulierbar in Relation zum Nutzen. Online-Marketing muss schließlich kontinuierlich erfolgen. Inzwischen gibt es Online-Tools wie den Rankingcoach, die ein eigenständiges Optimieren der Webseite ermöglichen, um so die Bekanntheit im Internet zu erhöhen und somit den Umsatz zu steigern. Durch Videotutorials erhalten z.B. Rankingcoach-Nutzer Aufgaben aus dem Bereich Online-Marketing einfach erklärt und können dies direkt auf ihre Webseite anwenden. Mit solchen Diensten kann ein Unternehmen durch ein monatliches, geringes Budget eigene Mitarbeiter befähigen, konkurrenzfähig im Segment zu sein.

5. Meine Zielgruppe ist nicht online.
Täglich bewegen sich Millionen von Menschen im Internet. Für sie ist es normal, soziale Netzwerke zu nutzen, nach Antworten zu googlen und Angebote zu vergleichen. Im Internet bewegt sich somit jede Art demographischer Gruppe. Bei dieser Menge gibt es kaum eine Branche, die auf diese potenziellen Kunden verzichten muss.

6. Jeder Webseitenbesucher wird ein Kunde.
Auch dieser Mythos schwirrt in den Köpfen vieler. Doch was bringt ein Besucher, wenn er auf den Webseiten nicht die erhoffte Information oder das gewünschte Produkt findet und somit ohne eine Aktion die Webseite verlässt? Hier ist Relevanz und auch die Qualität der Webseite entscheidend! Links von Seiten, die sich thematisch von der Webseite stark unterscheiden, bringen keine potentiellen Kunden.

7. Online-Marketing mit Elementen wie SEO muss man nur ein einziges Mal auf seine Webseite anwenden.
Google entwickelt sich jeden Tag weiter und ebenso unsere Internetgewohnheiten. Auch zukünftig wird das Internet stärker in unseren Alltag integriert. Eine Webseite, die sich durch regelmäßig neuen Content, einen natürlichen Linkaufbau und Bedürfnisorientierung gut bei Google positioniert, erhöht die Reichweite und Bandbreite seiner Besucher und somit den Umsatz. Wem eine starre Webseite reicht, muss sich nicht wundern, wenn seine Konkurrenz an ihm vorbeizieht.

8. Als lokal agierendes Unternehmen braucht man kein Online-Marketing.
Das ist ein häufiger Trugschluss, vor allem bei kleinen und mittelständigen Unternehmen. Ob nun Öffnungszeiten, neue Angebote oder einfach nur die Telefonnummer – immer mehr Menschen nutzen das Internet als Informationsquelle. Vor allem mit dem Einsatz von Smartphones gewinnt auch lokales Empfehlungsmanagement immer mehr Bedeutung. Wie „Freunde“ das Lokal nebenan oder den Schuster im eigenen Stadtteil finden, prägt mehr und mehr die Meinungsbildung.
www.rankingcoach.com



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