23.03.2011
Zeitschriften
Von: Lea Sommerhäuser

Nicht alles gehört in die Wolke

Outsourcing kann ein wichtiges Instrument sein, um die eigenen Geschäftsprozesse mit Hilfe externer Dienstleister effizienter zu gestalten. Doch während der klassische IT-Outsourcing-Markt derzeit eine Stagnation erfährt, gestalten sich die Statistiken anders, wenn das Thema „Cloud Computing“ einbezogen wird – sofern man den Anbietern glaubt.


Gerechtfertigt wäre der Einbezug von Cloud Computing, denn hinter dem neuen Hype verbirgt sich keineswegs eine Alternative zum Outsourcing, vielmehr handelt es sich hierbei um eine von mehreren im Outsourcing verwendbaren Technologieformen. „Cloud Computing lässt sich natürlich auch unter dem Begriff ‚Outsourcing’ subsumieren, denn Outsourcing heißt ja nichts anderes als die Auslagerung von IT-Leistung zu einem externen Dienstleister. Das trifft natürlich auch auf Cloud Computing zu“, erläutert Andreas W. Klein, Managing Director vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Techconsult. Frank J. Zachmann kann sich dem nur anschließen. Er ist Director Sales & Marketing beim Rechenzentrumsdienstleister Equinix in Frankfurt: „Cloud Computing ist eine Facette des gesamten Themas ‚IT-Outsourcing’, die momentan eine starke Bedeutung erfährt. Cloud Computing ist sozusagen der Leuchtturm, der aus dem Thema herausragt.“

Dies bestätigen auch die Prognosen der Marktbeobachter wie Bitkom oder Experton, die Cloud Computing für das Jahr 2011 auf Platz 1 der IT-Trends sehen. Laut der Experton Group steigen die Investitionen und Ausgaben für jenes Thema in Deutschland in diesem Jahr auf knapp 2 Mrd. Euro an – im Vergleich zu rund 1,1 Mrd. Euro im letzten Jahr. Dabei soll dem Mittelstand gar eine entscheidende Rolle zufallen, obgleich er sich bislang im Hinblick auf IT-Dienste aus der Wolke eher skeptisch zeigte. Doch Khaled Chaar, Director Business Strategy bei Pironet NDH Datacenter, kann die Meinung von Experton bestätigen: „Die Entwicklung im Outsourcing-Markt geht eindeutig in Richtung Cloud Computing. Das spüren wir auch in unserem Kundenumfeld. In unserer Kernzielgruppe, dem gehobenen Mittelstand mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern, beschäftigt sich mittlerweile fast die Hälfte der Unternehmen mit dynamischen Bezugsmodellen aus der Cloud.“

Vor wenigen Monaten soll sich dies bei Pironet noch anders dargestellt haben: Die Geschäftskunden sprachen bei Anfragen in der Regel von ITK-Outsourcing. Cloud Computing war zwar vielen ein Begriff, wurde aber noch als weniger relevant eingestuft. „Doch spätestens seit dem Jahreswechsel 2010 steht das Thema ‚Cloud Computing’ im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung – auch bei den mittelständischen Entscheidern“, betont Chaar. Dem stimmt auch Mike Wagner zu. Er ist Prokurist im Geschäftsbereich Outsourcing & Consulting Services bei der Info AG, die IT-Outsourcing und -Consulting aus einer Hand bietet. „Anders, als auf den ersten Blick zu erwarten, hilft der Cloud-Hype der Wahrnehmung des Outsourcings“, ist sich Wagner sicher. „Vielen Unternehmen war das Potential von Outsourcing zuvor nicht richtig bewusst. Das zeigte sich daran, dass erst das Cloud-Thema so manches mittelständische Unternehmen auf die Idee gebracht hat, die eigene IT zu entlasten, indem man Services aus der Wolke bezieht.“

Der richtige Weg

Ein guter Zeitpunkt, sich mit dem Auslagern von IT zu befassen, ist dann gegeben, wenn sich gewisse betriebliche Rahmenbedingungen ändern. In diesem Moment werden häufig Anforderungen gestellt, denen das eigene Unternehmen nicht mehr gerecht werden kann. Ein plötzlich starkes Firmenwachstum, Fusionen oder Akquisitionen erfordern ggf. Investitionen in neue Hardware oder in die Beschaffung oder Qualifikation von Personal. Hier lohnt sich die Überlegung einer Verlagerung von Teil-Services. „Aber auch die Notwendigkeit zur Umsetzung neuer Projekte, die häufig mit Engpässen in der eigenen IT verbunden ist, kann ein Grund sein, nach Entlastung in Teilbereichen zu suchen“, so Ulrich Meine, Business Development Manager Outsourcing bei der Itelligence AG. Das treffe auch auf die Internationalisierung von Unternehmen zu. Denn sie führe in den IT-Abteilungen häufig zu erweiterten Service-Anforderungen, die durch Outsourcing sehr gut abgedeckt werden können.

Welche Form des Outsourcings für ein Unternehmen der richtige Weg ist, hängt ganz von der betroffenen Komponente oder dem Prozess ab, der ausgelagert werden soll. Der Betrieb standardisierter Applikationen lässt sich normalerweise pro­blemlos in die Cloud legen. Anwendungen und Dienste aus der Cloud können laut der Anbieter innerhalb von Minuten bereitgestellt und ohne tiefes IT-Wissen genutzt werden. Von einem „richtigen“ Cloud-Angebot spreche man aber erst, wenn die Nutzung über das Internet erfolgt. Beim klassischen Outsourcing geht es eher um kundenindividuellere Leistungen, und die Vorlaufzeit ist aufgrund der Individualität entsprechend länger. „Hierbei muss sich der Anwender in der Regel noch selbst um das Selektieren, Konfigurieren, Strukturieren und unter Umständen um die Verwaltung kümmern. In der Cloud ist er von diesen Aufgaben befreit“, erklärt Wolfgang Goretzki, Product Marketing Manager EMEA bei Emerson Network Power, Avocent Products and Services.

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(Fortsetzung)

Generell lagern mittelständische Unternehmen häufig Infrastrukturen aus, wobei laut Techconsult das Server-Outsourcing eine überdurchschnittliche Rolle spielt. So hat auch die Stadtwerke Neumünster SWN Beteiligungen GmbH – neben Netzwerk, PCs und Druckern – ihre Server ausgelagert. Hauptgründe waren die Reduktion von Betriebsrisiken sowie die Konzentration auf IT-Services mit höherer Wertschöpfung. Insgesamt benötigten die Stadtwerke Neumünster für die Vorbereitung, Vor­auswahl und die finalen Verhandlungen im Outsourcing-Prozess etwa zehn Monate. In diesem Zeitraum waren drei interne Mitarbeiter und ein externer Berater intensiv in den Prozess eingebunden.

Auf gleicher Augenhöhe

Unterstützung beim Outsourcing erhielten die Stadtwerke Neumünster von der Info AG, die die Verantwortung für einen SLA-konformen Betrieb trägt und somit auch die Architekturhoheit hat. „Basis für die Entscheidung war ein umfangreicher Kriterienkatalog, der neben der fachlichen Qualifikation auch Rahmenbedingungen wie wirtschaftliche Kompetenz, Flexibilität, Innovationsfähigkeit und natürlich auch die finanziellen Aspekte berücksichtigte“, berichtet Rüdiger Ohlsen, Prokurist und Bereichsleiter kaufmännische Services sowie Bereichsleiter Verkehr bei SWN. „Uns war auch besonders wichtig, einen Partner zu finden, mit dem wir uns auf gleicher Augenhöhe befinden – also ein mittelständisches Unternehmen.“

Selbiger Aspekt war auch für die genossenschaftliche Unternehmensgruppe De Verband Group, die sich der landwirtschaftlichen Förderung widmet und ihren SAP-Betrieb ausgelagert hat, ganz entscheidend. „Bei konzerngroßen internatio-
nalen Dienstleistern muss man sich als Mittelständler oft hinten in der Schlange einreihen. Bei Störungen, die immer auftreten können, brauchen wir aber einen festen Ansprechpartner, der die gleichen Prioritäten setzt wie wir“, so Bernhard Neumayer, der die SAP-Anwendungsbetreuung und -entwicklung bei der Luxemburger De Verband Group verantwortet. Mehr Leistung sei eines der Hauptmotive für das Auslagern des SAP-Betriebs gewesen. „In allen Bereichen steuert SAP die zentralen Geschäftsprozesse, z.B. in der Warenwirtschaft und -logistik oder bei der Sortimentsverwaltung. An das ERP angebunden sind zudem alle Kassensysteme und elektronischen Waagen. Für ein Outsourcing überhaupt spricht der Aufwand, den es braucht, um ein komplexes geschäftskritisches System wirklich sicher, zuverlässig und performant bereitzustellen. Für uns macht es Sinn, diese Aufgabe Spezialisten anzuvertrauen.“

Neben dem Auslagern des Applikationsbetriebs sorgt laut Neumayer ein ebenfalls vom Dienstleister Pironet NDH bereitgestelltes Corporate Network zur De-Verband-Zentrale für einen gleichbleibend schnellen Zugriff auf das SAP-System. „Inzwischen nutzen etwa 220 Mitarbeiter an 14 Standorten ihr SAP online. Neuerdings beziehen wir auch die Windows-Desktops unserer Mitarbeiter samt Office und Exchange als Software as a Service aus der Business-Cloud des Anbieters.“ Die Stadtwerke Neumünster haben die Cloud-Technologien hingegen noch nicht für sich entdeckt, stehen dem Thema aber grundsätzlich nicht abgeneigt gegenüber, wie Rüdiger Ohlsen bemerkt: „In bestimmten Bereichen wäre durchaus eine Private Cloud [1] interessant, um kurzfristig höhere Kapazitätsbedarfe – ich denke hier z.B. an unsere Abrechnungsläufe – decken zu können.“ Doch habe er hierbei aus datenschutzrechtlichen Gründen große Bedenken.

Sicherheit in der Wolke?

In der Tat sollte das Auslagern geschäftskritischer Daten ganz besonders überdacht werden. „Im klassischen Outsourcing sind durch individuelle Verträge und Service Level Agreements sehr hohe Sicherheitsstandards realisierbar, und die entsprechende Compliance kann gewährleistet werden. Wenn Finanz- oder Personaldaten verarbeitet werden, ist bei Public Clouds jedoch Vorsicht geboten, um nicht in Konflikt mit geltenden Gesetzen zu kommen“, mahnt Stefan Regniet, CEO des Beratungsunternehmens Active Sourcing. Der gleichen Ansicht ist Norbert Rosebrock, Prokurist bei der BTC IT Services GmbH: „Rechtliche Risiken bestehen beim Outsourcing weniger als beim Cloud Computing, insbesondere wenn der Outsourcer unternehmenskritische Daten in Deutschland verarbeitet.“
Ulrich Meine von Itelligence kann sich dem nur anschließen: „Auf der Basis klassischer Technologien ist die Kapselung der Kundendaten und -applikationen grundsätzlich weniger problematisch als in den Wolken zentraler Applikationen und Serverfarmen. Greifen hier herkömmliche Mechanismen wie Zugriffsschutz und Netzwerksicherheit, ist in Cloud-Lösungen die Sicherheit von der jeweils verwendeten Basistechnologie und ihren Sicherheitsqualitäten abhängig. Nach unserer Einschätzung wird eine weitestgehende Sicherheit in anonymen Public Clouds erst mit der Verfügbarkeit von soliden Verschlüsselungsmechanismen für dieses Umfeld erzielbar sein.“ „Sicherheit hinsichtlich Datenverlust oder Verfügbarkeit der Services sind in der Tat auch bei Public-Cloud-Lösungen durch entsprechende Begleitmaßnahmen leicht lösbar“, bestätigt Regniet. „Etwas schwieriger wird es, eine angemessene Sicherheit gegen den Missbrauch von Daten u.a. wegen Diebstahl zu gewährleisten. Allerdings existieren auch dazu technische Lösungen.“

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(Fortsetzung)

Letztendlich seien sämtliche Sicherheitsbedenken, die Unternehmen gegenüber Cloud Computing äußern, deutlich größer, als sie es eigentlich sein müssten. Dessen ist sich Matthias Schorer, Strategic Management Consultant beim Beratungsunternehmen CSC Deutschland Solutions GmbH, sicher: „Interessanterweise gibt es Studien von Forrester, in denen das Thema ‚Sicherheit’ immer an erster Stelle steht. Aber sobald Firmen Cloud Computing eingeführt haben, steht das Thema nur noch an dritter Stelle.“ Im Grunde seien die ganzen Risiken und Bedenken, die Unternehmen gegenüber Cloud Computing haben, auch beim klassischen Outsourcing präsent. Es seien alles keine neuen Risiken. „Durch das Cloud-Deckmäntelchen hören sie sich nur neu an. Aber auch hier gilt wieder: Das Kerngeschäft muss im Unternehmen bleiben.“

Zusammenspiel der Systeme

Ein weiteres wichtiges Thema, das den Anwendern neben dem Aspekt der Sicherheit unter den Nägeln brennt, ist die Integration der Systeme – sofern man, wie die Luxemburger De Verband Group, sowohl klassisch outgesourct hat als auch Cloud-Lösungen in Anspruch nimmt. Wie wird hierbei das Zusammenspiel der Systeme gewährleistet? Zunächst einmal hängt dies davon ab, ob klassisches Outsourcing und die Cloud-Dienste vom gleichen Anbieter geleistet werden. Laut Ulrich Meine erfolgt in diesem Fall die Gestaltung der Schnittstellen, die der Provider identifizieren und umsetzen muss, nach dem normalen Schema zur Kopplung von Systemen. „Wird die Cloud von einem anderen Anbieter betrieben, sind bei der technischen Kopplung die besonderen Begebenheiten in Hinsicht auf Netzwerksicherheit und Datenvolumen zu beachten. Organisatorisch sind in diesem Fall mehrere Anbieter zu koordinieren sowie deren Betriebsprozesse für die Applikationen aufeinander abzustimmen.“
Die Systeme dazu zu bringen, miteinander zu kommuni­zieren, ist eine klassische Systemintegrationsaufgabe. Hierbei ist es laut Matthias Schorer für den Integrationsvorgang zweitrangig, ob die verschiedenen Systeme im gleichen Rechenzentrum liegen oder auf verschiedene Rechenzentren verteilt sind. Zudem hängt das Zusammenspiel auch sehr stark von der Verteilung der beiden Outsourcing-Varianten wie auch von den (sicherheits-)technischen Anforderungen des Kunden ab. Dieser Meinung ist Ulrich Hüllhorst, Geschäftsführer der IBM Mittelstand Services GmbH: „Wir sehen im Mittelstand sehr besonnen agierende Unternehmen, die einerseits die Unterschiede beider Sourcing-Varianten durchaus richtig abschätzen und andererseits sich ihrer noch nicht standardisierten Lösung bewusst sind. Daher wird vielfach mit einer Erprobung von Cloud-Lösungen in eher isolierten Bereichen begonnen, um das Modell zu testen und die Realisierung der Kostenvorteile sowie die Flexibilität zu prüfen.“

Doch ablösen wird Cloud Computing das klassische Outsourcing wohl nicht. Da scheinen sich die Anbieter einig zu sein. Denn längst nicht alle Leistungen, die ein Unternehmen auslagern möchte, sind für die Wolke geeignet. Nach Ansicht der internationalen IT-Marktanalysten der Gartner Group werden insbesondere jene Anbieter profitieren, die für beide IT-Bezugsmodelle entsprechende Lösungsmodelle offerieren. So scheint die Zukunft den Hybrid-Modellen zu gehören, wie auch Mike Wagner von der Info AG abschließend untermauert: „Ein guter Outsourcing-Service-Provider sorgt für eine ideale Orchestrierung der klassisch ausgelagerten Komponenten mit denen in der Cloud bei der Konzipierung und Realisierung einer Hybrid-Cloud. Ideal heißt in diesem Fall nicht, dass das ‚Schema X’ angewendet wird, sondern meint eine maßgeschneiderte Lösung für das jeweilige Unternehmen, so dass ein perfektes Zusammenspiel der Systeme gewährleistet werden kann.“

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(Fortsetzung)

Kurzinterview mit Dr. Jörg Liebe, CIO der Lufthansa Systems


ITM: Wo sehen Sie die Grenze zwischen klassischem IT-Outsourcing und Cloud Computing?
Dr. Jörg Liebe:
Die Grenze zwischen klassischem IT-Outsourcing und Cloud Computing verschwimmt. Ich würde da keine klare Abgrenzung mehr sehen. Mit klassischem Outsourcing allein, sprich der Übernahme und dem Weiterbetrieb von Infrastrukturen, wird man künftig keine Kunden mehr gewinnen können. Um den Kunden Agilität und Geschwindigkeit zu bieten, sind virtualisierte Infrastrukturen sinnvoll.

ITM: Welche Komponenten sollte ein Unternehmen klassisch outsourcen, welche können auch in die Cloud gelegt werden?
Liebe:
Es kommt darauf an, was der Kunde abgebildet haben möchte. Normalerweise wird ein gewisser Geschäftsprozess durch die IT unterstützt. Hierbei ist es wichtig zu wissen, wie sicherheitskritisch die Daten sind. Es wird Dinge geben, die der Kunde durchaus in der Public Cloud abbilden kann. Bei kritischen Daten sind beispielsweise virtualisierte Infrastrukturen, die als Private Cloud für den Kunden betrieben werden, zu empfehlen.

ITM: Welchen Trend erkennen Sie allgemein im Outsourcing-Markt?
Liebe:
Viele Unternehmen kümmern sich in diesem Jahr stärker um das Thema „Cloud Computing“. Die Anbieter weisen konkret darauf hin, dass es Sinn macht, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Doch muss sich der Kunde nach wie vor darüber Gedanken machen, wie sein Sicherheitsbedarf ausschaut, was er mit den Daten machen möchte und was für ihn der richtige Weg ist. Um die Sicherheitsbedarfe sinnvoll abdecken zu können, sollte ein Unternehmen eher auf eine Private Cloud als auf eine Public Cloud zurückgreifen.

ITM:  Wie definieren Sie klassisches IT-Outsourcing?

Khaled Chaar, Director Business Strategy bei der Pironet NDH Datacenter GmbH: Beim klassischen Outsourcing überträgt ein Unternehmen die Verantwortung für seine Server-Infrastruktur und Anwendungen einem spezialisierten Dienstleister. Dieser stellt, vereinfacht gesagt, die Server in seinem Rechenzentrum auf und kümmert sich fortan um den reibungslosen Betrieb. Meist handelt es sich dabei um dedizierte Systeme. Das heißt, Hard- und Software sind nach wie vor für diesen einen Kunden reserviert oder sie gehören sogar dem Kunden.

ITM: Wie definieren Sie Cloud Computing?

Stefan Regniet, CEO der Active Sourcing AG: Cloud Computing ist als Begriff nicht geschützt und wird somit beliebig interpretiert. Wir verstehen darunter die Erbringung von Dienstleistungen, welche über das Internet bestellt, geliefert und abgerechnet werden. Es wird dabei nur die tatsächliche Zeitdauer der Nutzung in Rechnung gestellt. Leider haben viele Outsourcing-Dienstleister ihre Services einfach in Cloud Services umbenannt, ohne die Kriterien der Bereitstellung über das Internet und der Abrechnung der effektiven Nutzungsdauer zu erfüllen.


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